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Bahnhof Neuburg

15.10.2014

Mehr Komfort und neues Flair

So soll der Bahnhof spätestens im Frühsommer 2015 aussehen: Günter Gräbner präsentiert schon einmal die Pläne.
Bild: Foto: Luzia Grasser

Günter Gräbner baut das Haus um. Er will viel bieten, aber die Historie erhalten

Jetzt sehen auch die Bahnreisenden, dass sich was tut. Am Neuburger Bahnhof wird seit geraumer Zeit gemauert, gehämmert und gebohrt. Bis Ostern 2015, so hofft Günter Gräbner, soll die Bahnhofshalle nicht mehr wiederzuerkennen sein. Sie soll modern werden, ohne dabei ihren historischen Charakter zu verlieren.

Im vergangenen Jahr hat Gräbner das Gebäude von der Bahn gekauft. Schon damals mit ganz konkreten Plänen. Zunächst hat er die vier Wohnungen – davon eine Betriebswohnung der Bahn – saniert. Er hat Balkone an das Gebäude angebaut und die Wohnungen im ersten Stock haben jetzt eine Dachterrasse mit 30 Quadratmetern. Das historische Holz-Treppengeländer hat er restaurieren lassen, zudem sind im gesamten Gebäude bereits 50 Fenster ausgetauscht worden. Jetzt nun geht es an Arbeiten, von denen in erster Linie die rund 2000 Bahnreisenden täglich profitieren sollen. Für die Bahnhofshalle hat sich Gräbner den Ingolstädter Nordbahnhof als Vorbild genommen. Es sollen dort Läden entstehen, zum einen ein Backshop mit Cafeteria, zum anderen ein Kiosk mit Zeitschriften und einem Postschalter. Gräbner wünscht sich, dass im Bahnhof künftig ein jeder auf die Schnelle ein paar Dinge des täglichen Lebens erledigen kann: einen Kaffee trinken, eine Kleinigkeit essen, Zeitung lesen, einen Brief aufgeben. Dabei will er nicht nur die Bahnreisenden ansprechen, sondern auch Menschen, die rund um den Bahnhof arbeiten, oder die mehr als 1000 Schüler, die jeden Tag mit Bus oder Bahn am Bahnhof Halt machen. Interessenten für die Läden gibt es bereits, betont Gräbner.

Das Reisebüro samt Fahrkartenverkauf bleibt erhalten, eine klassische Bahnhofsgaststätte wird es allerdings nicht geben. Deren ehemalige Räume werden vermietet, genutzt werden können sie als Praxis, Büro oder als kleiner Laden. Das Bahnhofsgebäude will Gräbner zu den Gleisen hin mit einer Glasfront abschließen. So haben die Wartenden einen Blick nach draußen – und können doch im Warmen ihren Kaffee trinken. Von einem „Lounge-Charakter“ spricht Gräbner. Und noch etwas wird sich ändern: Bis auf den Fahrkartenautomaten sollen alle Automaten verschwinden, Essen gibt es künftig im kleinen Bäckerladen. Zudem werden die Toiletten vom Nebengebäude in das Innere des Gebäudes wandern. Bis zu Beginn des Winters will Gräbner mit den Außenarbeiten fertig sein, dann geht es an den Innenausbau. Sitzbänke hat der Neuburger Unternehmer wegen der Bauarbeiten bereits abmontiert, ein paar Provisorien sollen für Entlastung sorgen. Mit der Eröffnung des „neuen“ Bahnhofs im kommenden Jahr sind die Ideen von Günter Gräbner aber noch nicht zu Ende. Er kann sich vorstellen, dass dort, wo heute die Fahrradstellplätze sind, künftig ein Haus entstehen könnte mit kleinen Apartments zum Vermieten. Stellplätze für Räder soll es im Erdgeschoss des Gebäudes aber weiterhin geben, bekräftigt Gräbner.

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