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08.10.2008

Mehr Qualität für Neuburgs Geschäftswelt

Neuburg Wer einmal in Neuburg einkauft, der wird es auch in Zukunft gerne tun - und am liebsten wäre dem Kunden dafür eine Fußgängerzone. Das ist nur eines von vielen Ergebnisses des aktuellen Einzelhandelsgutachtens, das im Auftrag des Neuburger Stadtmarketings erhoben wurde.

Die Kaufkraftbindung in Neuburg ist "beachtlich" - so das Urteil der Gesellschaft für Markt- und Absatzforschung (GMA). Doch neben dem grundlegend guten Zeugnis für die Einkaufsstadt Neuburg zeigt das Gutachten, dass die Stadtverwaltung und Wirtschaft noch viel für eine attraktivere Innenstadt tun können - unter anderem könnte eine Fußgängerzone oder zumindest breitere Gehwege die Menschen länger in der Innenstadt halten.

Grundlegend raten die Gutachter zu einem qualitativen Ausbau der Geschäftestruktur. Einfach mehr Angebot zu bieten sei "nicht zielführend". Die Neuburger Innenstadt müsse in ihrer Struktur erhalten und gestärkt werden.

Genau dieses Ziel könne man nun dank des Gutachtens effektiver verfolgen, sagt Markus Jocher vom Stadtmarketing. "Die Studie ist ein fundamentaler Baustein, mit dem wir jetzt auf einer objektiven Basis konsequent aufbauen können", sagt er. Seit wenigen Wochen hält er das Ergebnis der im Februar und März durchgeführten Erhebung in Händen. Erstmals haben die Gutachter auch eine Kundenbefragung durchgeführt.

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Mit dem Gutachten wolle man teilweise emotional geführte Debatten wie um die Zahl der Parkplätze oder eben um eine Fußgängerzone versachlichen. "Und wir müssen immer das Gesamtbild sehen", mahnt Jocher. Damit meint er auch die Konkurrenzsituation Neuburgs mit dem Weiherfeld und Gaimersheim. "Jetzt haben wir eine grundsätzliche Analyse und wissen, wo wir stehen", so Jocher.

Tatsächlich bescheinigt das Gutachten der Neuburger Innenstadt ein relativ gutes Zeugnis (siehe Infokasten). So zieht Neuburg Menschen auch aus benachbarten Gemeinden wie Eichstätt und dem Donau-Ries an. Das Kaufkraftpotenzial liegt bei 336,8 Millionen Euro. Auch Touristen bringen regelmäßig Geld nach Neuburg. Die Zahl der Geschäfte hat sich seit 2002 auf 279 erhöht.

Sollen jetzt konkrete Projekte angegangen werden? "Wir wollen keine Schnellschüsse", sagt Jocher. Vielmehr wolle man grundlegend aus den Daten lernen. Beispielsweise, dass Kunden einheitliche Landenöffnungszeiten wünschen, Märkte und Aktionstage gerne annehmen und die Innenstadt als zentralen Treffpunkt (Schrannenplatz) verstehen. "Wir stehen in der Verantwortung", sagt Jocher. Heute wird die GMA das Gutachten dem Bauausschuss präsentieren.

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