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09.06.2009

Mehrfachturnhalle: Die Türen bleiben bis Jahresende zu

Neuburg Die Brandschäden an der Mehrfachturnhalle im Ostend sind gravierender als zunächst gedacht. Deshalb wird die Halle vermutlich bis Ende des Jahres geschlossen bleiben. Das bedeutet nicht nur für Schulen und Vereine eine Suche nach einer neuen Sportstätte auf Zeit. Auch der Donauschwimmerball kann 2010 nicht wie gewohnt stattfinden.

Um das Gebäude bis zur geplanten Sanierung ab Februar 2010 weiter zu nutzen, müsste die Stadt die Brandstelle reinigen. Jedes einzelne Bauteil muss von Ruß und Feuerresten gesäubert werden, damit auch der Geruch verschwindet. Die Kosten für die Reinigung wären unverhältnismäßig hoch. Zudem hat der Gutachter der Stadt geraten, die Halle geschlossen zu lassen. Den Schaden des Kellerbrandes Mitte Mai, der durch einen Kurzschluss in der Küche der Kegelbahn ausgelöst wurde, schätzten Sachverständige auf 300 000 Euro.

"Anfangs dachten wir nur, die Kegelbahn ist betroffen. Dass der Brand nun so weiter Kreise zieht, hätte niemand gedacht", sagt Bürgermeister Heinz Enghuber, der in den Pfingstferien auf dem Chefsessel im Rathaus sitzt. In der nächsten Bauausschusssitzung soll das Thema deshalb noch mal aufs Tableau kommen. "Dann werden wir sehen, wie schnell wir eine Lösung finden."

Auch wenn eine Entscheidung noch nicht feststeht - für die Neuburger Wasserwacht ist bereits jetzt klar, dass die Halle für das 41. Donauschwimmen im Januar 2010 nicht zur Verfügung steht. "Das ist für uns der Supergau", sagt Vorsitzender Günter Weiß. Vergangenen Donnerstag hat die Stadt ihm die unschöne Entwicklung mitgeteilt. "Das Problem ist bei uns jetzt zur Chefsache geworden", sagt Weiß. Und er betont: "Das Donauschwimmen findet aber auf alle Fälle statt."

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Für ein Ausweichquartier gibt es bereits verschiedene Vorschläge. Ein Zeltbau könnte helfen oder die Parkhalle genutzt werden. Während des Donauschwimmens ist die Mehrfachturnhalle Dreh- und Angelpunkt der Organisation. Hier melden sich die Gruppen, werden die Auszeichnungen übergeben. In den Räumen lagern sämtliche Utensilien für die Veranstaltung, die Neuburg in ganz Bayern berühmt macht. "Wir haben schon ganz andere Dinge hinbekommen", zeigt sich Weiß optimistisch.

Doch er muss einräumen, dass der Donauschwimmerball nur in abgespeckter Version stattfinden wird. So müssen die Besucher wohl auf Wein- und Cocktailbar verzichten. In drei Wochen soll ein Plan stehen, wie und wo alles stattfinden soll.

Auch Schulen und Vereine müssen für ihren Sport neue Bleiben suchen. Doch das nach Meinung von Heinz Enghuber wohl weniger problematisch. Für die Sanierungszeit der Ostend-Halle von Februar 2010 bis Januar 2011 gibt es einen Plan, wie die wichtigsten Sportstunden stattfinden können. Dabei müsste man eben auf Hallen in Karlshuld oder Schrobenhausen ausweichen. Dieser Plan soll nun vorgezogen werden. "Da muss eben Rücksicht genommen werden", sagt Enghuber.

Auch Messeveranstaltungen des Stadtmarketings werden wohl wegen der geschlossenen Mehrfachturnhalle das Nachsehen haben. Denn die Parkhalle ist eine der ersten Ausweichmöglichkeiten für Vereins- und Schulsport. "Da ist es superschwer, die Halle für Messen wie 'Gesund & Aktiv' oder 'Azubi' zu blockieren", sagt Bernhard Mahler. Das sei ein herber Rückschlag für Veranstaltungen wie die Ausbildungsmesse, bei der sich schon sehr viele Aussteller angemeldet haben.

"Es gibt kaum eine Räumlichkeit, wo wir genügend Platz haben, und dann müssen wird wohl einigen absagen", prognostiziert Mahler. Vielleicht könne ein Zeltbau weiterhelfen. Gerade in solchen Fällen sei es besonders spürbar, dass Neuburg eben keine Stadthalle habe.

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