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Reinheitsgebot

14.04.2015

Mit Sonderstempel

Mit einem Sonderstempel weisen die städtischen Briefe in den nächsten Wochen bereits auf das Fest hin.
Bild: Stadt Ingolstadt

Die Stadt wirbt für das Bierfest. Es soll in diesem Jahr noch etwas größer werden. Welche neuen Brauereien heuer mitmachen

Mit seinen knapp 500 Jahren ist das Reinheitsgebot das wohl älteste, noch gültige Lebensmittelgesetz der Welt. Im April 1516 trat der Bayerische Landständetag unter Vorsitz von Herzog Wilhelm IV. in Ingolstadt zusammen und beschloss, dass zur Herstellung von Bier nur Gerste, Hopfen und Wasser verwendet werden dürften – ein Grundsatz, der heute noch für jedes „Deutsche Bier“, das in der Bundesrepublik gebraut wird, gilt.

Um diese Errungenschaft gebührend zu feiern, wurde in Ingolstadt vergangenes Jahr erstmals das „Fest zum Reinen Bier“ veranstaltet. Der Nachfolger des beliebten Georgifestes war ein wahrer Publikumsmagnet: Rund 20000 Besucher zählten die Verantwortlichen in nur drei Tagen. Dieser Erfolg soll auch heuer wiederholt werden – mit einem noch größeren Angebot rund um das Thema Bier, vielen kulinarischen Schmankerln der teilnehmenden Gastronomen sowie einem historischen Bühnen- und Musikprogramm, passend zur damaligen Zeit.

Auch die Fläche der Veranstaltung wird sich dieses Mal noch einmal vergrößern: waren die verschiedenen Bühnen, Schankstände und Attraktionen rund um die Hohe Schule und in der Dollstraße zu sehen, wird es heuer erstmals auch ein Angebot in der Kanalstraße geben. Dort erwartet die Besucher ein interessantes Angebot, unter anderem auch der Ingolstädter Bierspezialitätenladen „Donaupoint“. Auch eine von insgesamt vier Bühnen wird es dort geben, auf denen dann beispielsweise mittelalterliche Musikgruppen oder Märchenerzähler auftreten werden.

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Die Brauereien Herrnbräu, Nordbräu, Schwalbe, Hofmühl, Gutmann, Törring und Krieger verteilen ihr Angebot rund um die Hohe Schule, die historische Fasshalle im Georgianum oder in der Dollstraße und in der Kanalstraße. Aus historischen Schankbuden wird dann auch wieder das traditionelle Georgibier in historischen Krügen verkauft.

Damit das Essen zu einem wahren historischen Genuss wird, treten immer wieder Gaukler, Musiker und andere Künstler in den verschiedenen Gaststätten und Biergärten auf und sorgen dort für Stimmung. Auch für die kleinen Besucher ist wieder einiges geboten: sie können sich auf eine Fahrt auf dem Wikingerkarussell freuen, in der Kinderhütte vorbeischauen oder die Mitglieder der Stadtwache beim Schwertkampf beobachten.

Eröffnet wird das „Fest zum Reinen Bier“ am 24. April (nach einem Umzug der beteiligten Künstler, der um 14.30 Uhr am Rathausplatz beginnt und durch die Fußgängerzone marschiert) um Punkt 15.16 Uhr auf der Bühne Hohe Schule am Georgianum. Dann tritt Oswin Dotzauer in der Rolle des Herzogs Wilhelm IV. vor das Publikum und wird die 1516 verfasste Erklärung zum Reinheitsgebot vortragen.

Wie vielfältig und außergewöhnlich dieses „reine Bier“ sein kann, davon konnten sich die Besucher schon im letzten Jahr überzeugen: 2014 präsentierten insgesamt sechs Brauereien aus der Region über 30 Biersorten, die die Gäste unter anderem während einer „ProBierFührung“ verköstigen konnten, sollen es heuer noch mehr Sorten werden, die man bis einschließlich 26. April probieren und genießen kann. Weitere Informationen findet man im Internet. (nr)

www.1516-ingolstadt.de

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