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DAV

12.04.2018

Mit dem Rad durch den Steinbruch

Ralf Eiba steht an dem Steinbruch, in dem sich bald Mountainbiker nach Herzenslust austoben können.
Bild: Manfred Dittenhofer

Die Sektion Eichstätt plant einen Mountainbike-Parcours bei der Kletterhalle auf der Jura-Höhe

Auf der Jurahöhe über Eichstätt kann man bereits hoch hinaus. Im Kletterzentrum der Sektion Eichstätt des Deutschen Alpenvereins laden 15 Meter hohe Wände zum Klettern ein. Wenn sich der Traum des Vereinsvorsitzenden Ralf Eiba erfüllt, werden hier bald auch Mountainbiker radeln, und zwar in dem benachbarten Steinbruch.

Die Eichstätter Sektion plant in direkter Nachbarschaft zu der 2016 eröffneten Kletterhalle „Jurabloc“ auf rund 5000 Quadratmetern einen Mountainbikepark. Wer mit seinem Rad gerne Berge und Täler bewältigt, wird hier gut aufgehoben sein.

Die Idee zu einem solchen Park sei bereits vor einigen Jahren diskutiert worden, berichtet Eiba. „Damals ist der Landkreis schon einmal an uns herangetreten. Die Stadt aber wollte ein Gutachten, was große finanzielle Ausgaben bedeutet hätte, die wir nicht stemmen konnten. Dann standen die Planung und der Bau der Kletterhalle an und das Thema war erst einmal gestorben.“ Vor gut einem Jahr habe man dann wieder begonnen, in Richtung Mountainbiker zu denken.

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Die Problematik, dass sich Wanderer und Mountainbiker auf Wegen ins Gehege kommen, habe seit einigen Jahren zugenommen, so Eiba. Deshalb habe auch der Tourismusverband Altmühltal Zustimmung signalisiert und sei von dem Vorhaben begeistert gewesen. Wer die Radler von den Wanderrouten weghaben will, muss Alternativen anbieten. In diese Richtung plane nun auch der Tourismusverband. Und auch der Landkreis sitze mit im Boot. Zusammen mit der ländlichen Aktionsgruppe Altmühl Donau arbeite man an der Finanzierung. Der Parcours wird rund 200000 Euro kosten. Die Hälfte davon könnte durch ein LAG-Projekt gefördert werden. Und auch der Landkreis beteiligt sich mit 40000 Euro an den Kosten.

Mit der öffentlichen Finanzierung muss der Park auch öffentlich zugänglich sein. „Wir werden das Gelände einzäunen und Benutzungshinweise geben. Aber dort darf dann jeder fahren.“ Und mit „jeder“ meint Eiba alle Altersgruppen. Selbst Kindern auf Laufrädern wird eine Strecke angeboten. Es ist für jeden Schwierigkeitsgrad etwas dabei, angefangen von einfachen Strecken bis hin zu komplexen Sprüngen. Vom Laien bis zum Könner: Der Verein will eine möglichst breite Masse ansprechen.

Ein Glücksfall für Eiba und der DAV-Sektion Eichstätt ist ein aufgelassener Teil eines Steinbruchs, der in unmittelbarer Nachbarschaft zur Kletterhalle liegt. „Wir können daher auch den Parkplatz und die Infrastruktur der Kletterhalle nutzen.“ Und die dort vorhandene Gastronomie beispielsweise.

Wenn alles klappt, so hofft Eiba, könnte das Gelände noch heuer fertig werden. Dafür sei ein Landschaftsarchitekt notwendig. Genug Material zur Geländemodellierung stehe im und um den Steinbruch zur Verfügung. Aber es sei ein Profi erforderlich, damit man die richtigen Radien für Kurven und Sprünge einhalte. „Es gibt Profis, die inzwischen nur noch solche Parcours planen.“ Auch die Deckschicht, die dann befahren werden kann, wird aus besonderem Material sein. Sie soll ja schließlich viele Radler aushalten.

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