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Ingolstadt 

05.09.2019

Mit offenen Augen durch die Ingolstädter Nacht

Ist auch in der langen Nacht der Museen zu sehen: Das Werk von Channa Horwitz „Orange Grid, 2019“, umgesetzt durch das Museum für Konkrete Kunst und Design Ingolstadt. 
Bild: Hubert P. Klotzeck

Am Wochenende haben nicht nur die Museen länger auf. 70 Jahre Audi wird gefeiert, der Tag des offenen Denkmals steht an und die Vhs startet das Herbstsemester.

Viele sind schon aus den Sommerferien wieder zurück, aber ein freies Wochenende bleibt noch, bevor der Job, die Schule, der Alltag wieder starten. In Ingolstadt kann man diesen Samstag und Sonntag wieder einiges erleben. Hier ein paar Tipps zum Ferienendspurt:

Die 22. Nacht der Museen in Ingolstadt

Bei der Nacht der Museen am Samstag öffnen die Ingolstädter Museen und Galerien wieder die Türen für nächtliche Entdeckungstouren. Das bunte Programm richtet sich mit Führungen, Konzerten, Performances und Workshops an die ganze Familie.

Im Stadtmuseum dreht sich dabei heuer alles um das Mittelalter. Das Lagerleben vor dem Haus soll dabei ein besonderes Highlight werden: Darsteller geben einen Einblick in das Leben vor rund tausend Jahren. Dazu gibt es alte Handwerkskunst zu bestaunen, man darf sich auf der Bogenschießbahn versuchen und auf alten Instrumenten erklingen Weisen von damals. Kinder können in die Rolle von Rittern und Burgfräulein schlüpfen und dazu Helm, Kettenhemd und schöne Kleider anprobieren.

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Im Stadtmuseum lesen zudem Sascha Römisch und Margret Gilgenreiner – dieses Mal unter dem Titel „Mal himmlische Seligkeit, mal höllische Sünde… immer sensationelles Spektakel: LIEBE(N) im Mittelalter“.

Das Stadtarchiv zeigt seine Schätze: Zu sehen ist unter anderem eine der wenigen erhaltenen Abschriften (1499) des Stiftungsbriefs für das Heilig-Geist-Spital von 1319. Außerdem wird die Sammlung an historischen Unterlagen von der Rieter GmbH gezeigt. Darunter ist eine interessante Kollektion von Glasplattennegativen und Werbefilmen, die einen Vorgeschmack auf die Ausstellung „Schwarze Kunst“ ab November im Stadtmuseum geben sollen.

Auch das Museum für Konkrete Kunst hat am Samstag von 18 bis 24 Uhr auf. Zu sehen ist die Ausstellung „Gemalte Diagramme. Bauhaus, Kunst und Infografik“. Im Laufe des Abends wird den Besuchern durch kurze Einführungen und Live-Speaker die Ausstellung näher gebracht. Die Live-Speaker halten sich im Museum verteilt vor den Kunstwerken auf, können jederzeit angesprochen werden, beantworten Fragen und erzählen etwas zu den ausgestellten Objekten. Direktorin Simone Schimpf wird auf dem Podium mit dem Künstler Nick Koppenhagen, Christine Zimmermann vom Büro für Kommunikationsdesign und Informationsgrafik Hahn + Zimmermann über ihre Arbeit sprechen. Und musikalische Unterhaltung bietet an diesem Abend die Band „Gorilla Rodeo!“

Den Gästen im Audi museum mobile wird auch ein „buntes Programm“ versprochen: „Paper, Rock und 70 Jahre“ ist der Abend überschrieben, der bis nach Mitternacht mit einer Comedy-Show lockt beziehungsweise mit den Klängen der Rockabilly-Band „The Lazy Bones“ den Sound der 1950er Jahre feiert. Genau in dieser Zeit ist auch der dritte Themenschwerpunkt verhaftet: Führungen beleuchten die neue Sonderausstellung des Museums, die sich den Anfängen von Audi in Ingolstadt zwischen 1949 und 1959 widmet. Im Kinderprogramm (10 bis 14 Jahre) dreht sich übrigens alles um „Bionik – Leichtbau für kleine Forscher“. Das startet jeweils um 18 Uhr und 19 Uhr.

Passend zur aktuellen Ausstellung steht die Nacht der Museen im Deutschen Medizinhistorischen Museum unter dem Motto „bildschön“. Im Lechner Museum erwartet die Besucher eine Breakdance-Inszenierung.

Das Bayerische Armeemuseum zeigt im Neuen Schloss seine neue Dauerausstellung „Formen des Krieges 1600-1815“, die den Themen „Arsenal und Museum“, „Die Schlacht in der Frühen Neuzeit“, „Die Belagerung“ und „Der ,Kleine Krieg’“ gewidmet ist. In einer Schatzkammer erwarten den Besucher zudem außergewöhnliche Objekte von europäischer Bedeutung.

Auch dieses Jahr rollt wieder ein Auto-Korso durch die Stadt. Zu sehen sind historische Fahrzeuge aus den Sammlungen von Audi, des Bayerischen Armeemuseums, des Polizeimuseums, der Stadt Ingolstadt und einiger Privatleute. Das Ganze läuft unter dem Motto: „Fahrzeuge in Uniform“. Start der Rundfahrt ist um 18 Uhr im Innenhof des Neuen Schlosses, nach einer Station auf dem Rathausplatz (18.15 bis 18.45 Uhr) steuert die Kolonne die Audi-Piazza an, wo die Autos bis 20 Uhr besichtigt werden können.

Ein Einlassband für die Nacht der Museen kostet im Vorverkauf bis heute 9,50 Euro und an der Abendkasse 12 Euro. Der Eintritt für Kinder und Jugendliche bis einschließlich 17 Jahren ist frei.

Sechs historische Busse verkehren zwischen den Veranstaltungsorten. Außerdem können mit dem Bändchen die Busse der INVG ab 16 Uhr im Stadtgebiet (Zone 100) kostenlos genutzt werden.

Die Nacht der Museen kann man dann am Sonntag ausklingen lassen bei einem musikalischen Frühschoppen im Bauerngerätemuseum – das hat mittlerweile Tradition. Von 11 bis 13 Uhr geben die fünf Musiker von Bartls Most ihr Stelldichein im Hof des Hundszeller Museums (bei Regen in der Halle). Der Frühschoppen geht dann ab 14 Uhr über in das traditionelle Hundszeller Kinderfest am Ende der Sommerferien. Kinder aller Altersgruppen sind eingeladen, an den verschiedenen Mitmach-Stationen kreativ zu werden und Hand anzulegen. Zum ersten Mal dabei ist heuer die Märchenerzählerin Ulrike Mommendey, die in die Welt der Feen und Prinzen entführt.

Tag des offenen Denkmals in Ingolstadt

Der Tag des offenen Denkmals läuft an diesem Sonntag unter dem Motto: „Modern(e): Umbrüche in Kunst und Architektur“. Es bezieht sich auf das 100. Jubiläum des Bauhauses, das 1919 in Weimar gegründet wurde. Auch in Ingolstadt gibt es wieder interessante Aktionen und Besichtigungsmöglichkeiten: Zu sehen sind zum Beispiel das alte, nahezu noch original erhaltene Schäfflerhaus (Schulstr. 1), dann eine ehemalige Bäckerei in der Goldknopfgasse 1 und ein ehemaliges Stadtbauernhaus in der Taschenturmstr. 5. Erstmals ihre Tore öffnet die Traverse 61, Teil der „nassen Fronte“ Butler. Welche ursprüngliche Bedeutung sich hinter dieser Bezeichnung verbirgt, kann bei den Führungen erfahren werden. Auch das KAP 94 – ein ehemaliges Abwehrbollwerk, das jetzt als Kunst- und Veranstaltungszentrum für Kunst- und Kulturprojekte dient, kann man wieder besuchen. Klassiker wie der Münsterturm, das Kreuztor, das Neue Schloss und die denkmalgeschützten städtischen Museen mit zum Teil besonderen Aktionen können am Denkmaltag wieder kostenlos besichtigt werden.

70 Jahre Audi in Ingolstadt

Es gibt nicht nur das Bauhaus-Jubiläum sondern auch einen anderen runden Geburtstag in Ingolstadt zu feiern. Wie berichtet, ist Audi nun seit 70 Jahren in Ingolstadt. Am Samstag ist daher einiges auf der Audi-Piazza geboten. Es gibt ab 9 Uhr Programm mit Musik, Führungen durch die Sonderausstellungen zum Jubiläum und auch den E-Tron können Mitarbeiter testfahren (Werksausweis und Führerschein mitbringen).

In der Innenstadt erzählen diverse Baudenkmäler die Geschichte der Anfangsjahre der Auto Union im Zentrum. Am Sonntag, dem Tag des offenen Denkmals, beginnt um 10 Uhr das Audi-Programm am Josef-Strobl-Platz. Es gibt Stadtführungen unter dem Titel „Auf den Spuren der Auto Union“. Und auch an einer DKW-Schnelllaster-Tour kann man teilnehmen. Die Audi Bläserphilharmonie macht Musik.

Volkshochschule Ingolstadt: Tag der offenen Tür

Am Samstag ist an der Volkshochschule Ingolstadt (Vhs), von 10 bis 14 Uhr der Tag der offenen Tür (in der Hallstraße 5). Das Herbstsemester startet und man kann sich kostenlos beraten oder seine Sprachkenntnisse testen lassen. Das Semestermotto lautet: „100 Jahre Wissen teilen“. In diesem Jahr feiert die Einrichtung Volkshochschule ihren 100. Geburtstag. Mit Artikel 148 der Weimarer Verfassung von 1919 wurden alle staatlichen Ebenen dazu aufgefordert, das Volksbildungswesen zu fördern. Eine Welle von Volkshochschulgründungen war landesweit die Folge. „Auch wenn unsere Volkshochschule erst 1947 gegründet wurde, ist dies für uns trotzdem ein Grund, uns über dieses Jubiläum zu freuen“, sagt die Ingolstädter Volkshochschulleiterin Petra Neumann.

Die Kurse starten am Montag, 23. September. Bevor es im neuen Semester aber so richtig los geht, bietet die Vhs in der Woche vom 16. bis 21. September mehr als fünfzig Schnupperkurse an, die kostenlos und ohne vorherige Anmeldung besucht werden können. 

Anmelden zu den Kursen kann man sich persönlich, per Brief oder Mail (vhs@ingolstadt.de). Mehr im Netz unter www.ingolstadt-vhs.de (nr)

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