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27.07.2010

Musikalisch auf der Donau unterwegs

Der Wettergott meinte es gut mit Dirigent Paul Dieterle und seiner Oberhausener Blaskapelle. Gerade rechtzeitig zu Beginn der Sommerserenade versiegte der Regen und die Sonne tauchte die Szenerie auf dem Hauserbauernhof in ein warmes Licht.
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Der Wettergott meinte es gut mit Dirigent Paul Dieterle und seiner Oberhausener Blaskapelle. Gerade rechtzeitig zu Beginn der Sommerserenade versiegte der Regen und die Sonne tauchte die Szenerie auf dem Hauserbauernhof in ein warmes Licht.

Oberhausen-Unterhausen Am frühen Sonntagabend setzte die Blaskapelle Oberhausen in Unterhausen ihre Reihe der Sommerserenaden fort. Doch die siebte Veranstaltung unter freiem Himmel drohte wegen des anhaltenden Regens auszufallen. Der Wettergott allerdings scheint Blasmusik zu mögen und so hörte nicht nur der Regen auf - just zum Konzertbeginn leuchtete dann doch die tief stehende Sonne und brachte die roten Westen der Musiker und ihre Blechblasinstrumente zum Leuchten.

In der neu gestalteten Grünanlage des Hauserbauernhofs von Christa und Georg Appel begrüßte der neue Vorsitzende der Blaskapelle Georg Sager zahlreiche Gäste aus der Gemeinde und Vertreter des Mittelbayrischen Musikverbands. Die Jugendblaskapelle eröffnete dann musikalisch mit dem "Fliegerlied". Daniela Appel dirigiert seit einem Jahr die Nachwuchsmusiker, die mit ihrem disziplinierten Spiel einmal mehr bewiesen, dass sich die Übungen der vergangenen Monate gelohnt haben. Die Dirigentin dankte den Unterhausern für ihr Verständnis für die zahlreichen Marsch-Trainingseinheiten durch das Dorf, bei denen Laufen und gleichzeitiges Musizieren eingeübt werden musste. Als Beweis, dass dies nicht umsonst war, stellten sich die "Jungen" am Ende zu einem Marsch auf und zogen musizierend und unter viel Beifall aus dem Hof.

Der Hauptteil des Konzerts war der Donau und dem Komponisten Johann Strauß gewidmet. Ein schwungvoller Einzugsmarsch aus der Operette "Der Zigeunerbaron" stimmte die Zuhörer auf die über hundert Jahre alte Musik ein. Das Hauptwerk des Abends sollte der Konzertwalzer "An der schönen blauen Donau" sein. Das fast zehn Minuten dauernde Stück sei "voller Tücken und hoher musikalischer Ansprüche" erklärte Dirigent Paul Dieterle dem Publikum, das daraufhin besonders aufmerksam zuhörte.

Verflixte Stellen

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Viele der verflixten Stellen betrafen Querflöten und Klarinetten, die bei der Blasorchesterversion meistens den Part der Geigen übernehmen. Mit hoher Konzentration, feiner Abstimmung und viel Spielfreude interpretierten die Musiker das Mammutstück und ernteten dafür verdienten Beifall.

Der folgende "Vergnügungszug" dagegen ist im Original nur zweieinhalb Minuten lang. Die zackige Polka werden die Ober- und Unterhausener noch öfter zu hören bekommen, denn sie wird in das Standardprogramm aufgenommen, heißt es. Die "Kleine ungarische Rhapsodie" führte dann nach Ungarn.

Ein Mix aus Zigeunerromantik und Czardas-Rhythmus, komponiert von Alfred Boesendorfer, ließ Erinnerungen an alte Operetten wach werden. Und wer schon einmal die Wiener Hofreitschule besucht hat, konnte bei Johann Strauss' leichtfüßiger "Annen-Polka" weiße Pferde Pirouetten tänzeln sehen. Auch bei der Zugabe gab sich die Blaskapelle wienerisch: mit "Wien bleibt Wien" verabschiedeten sich die Musiker schwungvoll in die Sommerpause.

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