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Burgheim

12.06.2019

Musikanten verabschieden sich hawaiianisch

Der Klang ihrer Saxofone passte bestens zu Südsee und Hawaii. Die Musikerfamilie Blei entführte ihr Publikum musikalisch zu den Sehnsuchtsorten.
Bild: Peter Maier

Das Musikantentreffen in Burgheim zeigt sich noch einmal vielseitig. Welche Lieder zu hören waren und wann es weitergeht.

Wer von den Akteuren des Burgheimer Musikantentreffens tatsächlich selbst in den Urlaub nach Hawaii fährt, diese Frage blieb offen. In der voll besetzten Brucklachner-Gaststätte machten die Musikanten im Großaufgebot ihrem Publikum eine Reise zu den Pazifikinseln besonders schmackhaft. Die Organisatoren, Max und Regina Blei, wählten in der letzten Auflage vor der Sommerpause Melodien aus der Seefahrt, den Häfen und Hawaii als Motto. Doch es gab auch einen erfrischenden Ausreißer.

Er jodelte, sang und spielte: Burgheims Wirtshaussänger Peter Popanda.
Bild: Pater Maier

Die „Holzheimer Starkbierblosn“, erstmals beim Burgheimer Musikantentreffen, hat ihr musikalisches Genre eher in den Bergen und im Dixiesound der amerikanischen Südstaaten. Mit einer zünftigen Schunkelrunde stimmten Max und Regina Blei, instrumental unterstützt von Stefan Blei und Reinhold Böhm, auf den Sommerabend auf musikalischer See ein. Dies erstreckte sich von „Schön ist die Liebe im Hafen“ bis zu „Eine Seefahrt, die ist lustig“. Die unterbrach Theres Schiller mit ihrem Akkordeon und legte klangvoll „Im Hafen von Adano“ an. Weniger musikalisch, dafür wortgewandt präsentierte sich Helga Lallinger mit zündenden Witzgedichten. Dafür griff Schorsch Lallinger zu seiner Mundharmonika und entführte das Publikum zu den „Caprifischern“ und an den „Golf von Biscaya“.

Musikantentreffen Burgheim: Wann das nächste stattfindet

Dass auch das Meer sein Lied singen kann, vermittelte Otto Meisinger aus Rain mit seinen Stimmbändern und der Gitarre. Dazu wusste er auch noch, wie „Mandolinen im Mondschein“ klingen. In der Tillystadt ist der Name Meisinger eher mit Fußball und Kegeln verbunden, doch Otto entschied sich für die Musik. Dann folgte der Ausflug vom Meeresspiegel in höhere Regionen. Die „Holzheimer Starkbierblosn“ unterstrich musikalisch, wie schön es „In den Bergen“ sein kann. Ihr musikalisches Repertoire zeigten die Gäste aus dem Nachbarlandkreis mit einem fetzigen Ausflug in das Dixieland. Den international bekannten Hit „Ice Cream, Ice Cream, Everybody Wants Ice Cream“ wandelten die Holzheimer regional getreu in „Weißbier, Weißbier“. Dazu ergänzte die Starkbierblosn, dass man am „Sonntag mit dem Süßen auch segeln gehen kann“. Dann aber nahm das Musikantenschiff endgültig Kurs auf die Südsee und Hawaii, mit Saxofonen im Reisegepäck. Die Musikerfamilie Blei empfahl instrumental und vokal, dem „Seemann das Träumen zu lassen“, schwärmte von der „blauen Nacht am Hafen“, besuchte „eine Insel aus Träumen geboren“ und animierte das Publikum zum Mitsingen zur Melodie des Perlenfischerliedes „Vaya Condios“.

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Bernhard Schaller aus Monheim wollte per Akkordeon nicht verhehlen, dass Hawaii auch seine Tücken hat, bekanntlich gibt es dort kein Bier. Dass es auf See vor Madagaskar noch schlimmer kommen kann, nämlich mit der Pest an Bord, sang und spielte Sepp Braun. Burgheims Musikanten-Urgestein Peter Popanda unternahm zunächst einen jodelnden Landgang, ehe er in sein „Weißes Boot“ zurückkehrte und den Kapitän musikalisch bat, ihn „auf die Reise mitzunehmen“.

Die finale Bootsfahrt nach Hawaii stimmten Max und Regina Blei im „Traumboot der Liebe“ an und sie endete mit „Schön war die Zeit“. Die Protagonisten des Burgheimer Musikantentreffens sind inzwischen in der Sommerpause und kehren am Dienstag, 10. September, wieder beim Brucklachner ein.

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