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Muslimischer CSU-Kandidat: Wir müssen so weit sein

Christof Paulus
Kommentar Von Christof Paulus
08.01.2020

Die CSU verprellt in Wallerstein einen Muslim als Bürgermeisterkandidaten. Der Imageschaden wird auch in Neuburg zu spüren sein.

In Wallerstein haben die Hinterbänkler der CSU ihrem Ortsverein und ihrer Partei einen Bärendienst erwiesen. Für einen Muslim als Bürgermeister-Kandidaten sei man „noch nicht so weit“. Das könnte im Wahlkampf auch der CSU im Landkreis Neuburg-Schrobenhausen schaden – obwohl die Mitglieder hier wenig zum Imageverlust beigetragen haben.

Denn viele lokale Funktionäre bis in die Parteispitze bekennen sich klar zu den Muslimen in der Partei – und das ist gut. Vereinzelt bleibt das Bekenntnis leider aus. Menschen wie Sener Sahin ausschließlich wegen ihres Glaubens Steine in den Weg zu legen, wenn sie in Wallerstein oder woanders Bürgermeister werden wollen, stößt sicher viele Muslime vor den Kopf.

Bürgermeister in Wallerstein wäre Integrationsfigur gewesen

Dabei ist es alternativlos, auf das politische Engagement statt auf den Glauben zu schauen: Auch wenn die CSU das Christentum im Namen trägt, dürfen Muslime nicht von Ämtern ausgeschlossen werden. Dazu muss die Gesellschaft bereit sein, alles andere ist schlicht Diskriminierung – in Reinform. Allzu oft wird vor allem Muslimen vorgeworfen, sie wollten sich nicht integrieren. Doch wer ist in Bayern integrierter als ein Bürgermeister auf dem Dorf?

Lesen Sie dazu auch unseren Bericht: Muslime in der CSU: Engagement wichtiger als Glaube

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