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Aktion

20.06.2020

Mutmachbriefe für Senioren

Maria Ganesch hat sich sehr über die teils sehr persönlichen Worte gefreut.
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Maria Ganesch hat sich sehr über die teils sehr persönlichen Worte gefreut.

Die Apostelkirche hat sich etwas Besonderes für ältere Menschen in den Seniorenheimen einfallen lassen

„So viele Briefe nur für mich?“, freuten sich die Bewohner des AWO-Seniorenheims im Längenmühlweg im Neuburger Osten, als das Pflegepersonal ihnen Überraschungspost brachte. Unter ihnen die 92-jährige Maria Ganesch, die wie alle anderen in den Zeiten von Corona darunter gelitten hatte, dass die Besuche von Angehörigen und Freunden auf ein Minimum reduziert worden waren. Auch die evangelischen und katholischen Gottesdienste im Altersheim mussten zum Leidwesen der Senioren und Seniorinnen ausfallen.

So hatte Pfarrer Jens Hauschild von der evangelischen Apostelkirche bereits zu Ostern einen „Trostbrief“ an die Menschen im AWO-Heim geschrieben. Feuer und Flamme war der evangelische Pfarrer dann, als Kirchenvorsteherin Jutta Kieler-Winter, die auch im Vorstand der AWO ist, davon berichtete, dass sie mit ihrer Schulklasse Briefe an einsame Menschen geschrieben habe. Da wuchs im Gespräch die Idee: „Das machen wir hier in unserer Kirchengemeinde auch!“ Die Konfirmanden wurden um Mithilfe gebeten und einige von ihnen haben dann „Mutmachbriefe für alte Menschen“ geschrieben. Sie haben von sich erzählt, berichtet wie es ihnen in dieser Zeit von Corona ergeht und den Senioren alles Gute und Gottes Segen gewünscht. Sie haben Bilder gemalt oder Fotos von sich beigelegt.

In der Kirchengemeinde wurden die Briefe farbig kopiert und dann in großer Anzahl zur Verteilung ins Seniorenwohnheim der AWO gebracht. Dort haben die Mutmachbriefe nun ganz viel Freude in die Zimmer gebracht. Alle älteren Menschen bekamen mehrere Briefe, haben sie selbst gelesen oder sie sich vorlesen lassen. „Das gab viele fröhliche Gesichter“, berichtet Hauschild. „Herzlichen Dank an die Mädchen und Jungen, die einen Brief geschrieben haben. Und vielleicht entwickelt sich ja daraus eine Verbindung, die auch nach den Einschränkungen durch die Pandemie Jugendliche und Senioren zusammenbringt.“ (nr)

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