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Manching

24.02.2020

Mutter ersticht Kinder und stürzt sich in den Tod - Tragödie wirft Fragen auf

Eine 38-Jährige hat am Freitag im oberbayerischen Manching ihre beiden Töchter (drei Jahre und zehn Monate) mit einem Messer getötet. Danach stürzte sie sich in den Tod.
Bild: Friso Gentsch, dpa (Symbolbild)

Plus Die Tat einer 38-jährigen Frau aus Manching wirft viele Fragen auf. Die Kriminalpolizei ermittelt weiter, um die Hintergründe zu klären.

Eine 38-Jährige hat am Freitag im oberbayerischen Manching ihre beiden Töchter (drei Jahre und zehn Monate) mit einem Messer getötet und anschließend Selbstmord begangen. Das ist das Ergebnis, zu dem die Kriminalpolizei nach der Obduktion der drei Leichen am Montag gekommen ist. Die pathologische Untersuchung habe den ersten Verdacht bestätigt.

Familien-Tragödie in Manching: Kein Zweifel daran, dass die Mutter die Täterin war

Das Messer lag neben den toten Kindern im Familienauto, das auf dem Parkplatz des Arbeitgebers der Frau abgestellt war. Es besteht nach Einschätzung der Polizei kein Zweifel daran, dass die Mutter die Täterin war. Ob die Kinder vor der Tat betäubt wurden, sei nicht abschließend geklärt. Im Augenblick gebe es keine Hinweise darauf, sagte ein Polizeisprecher des Polizeipräsidiums Oberbayern Nord.

Laut Polizei hat sich die Frau, die mit ihrer Familie im Landkreis Neuburg-Schrobenhausen lebte, nach der Tat aus dem fünften Stock des Treppenhauses ihres Arbeitgebers gestürzt. Sie starb wenige Stunden später an den Folgen ihrer zahlreichen Verletzungen im Krankenhaus.

Mutter ersticht Kinder und stürzt sich in den Tod - Tragödie wirft Fragen auf

Die Hintergründe, die zu dieser Tat geführt haben, werden derzeit noch von der Kriminalpolizei untersucht. In erster Linie geht es darum, jenen Freitag zu rekonstruieren, der am Abend derart endete. Was Mutter, Vater und Kinder an diesem Tag gemacht haben, das sei eine der zentralen Fragen, der die Polizei nun nachgehen müsse. Antworten darauf gebe es bis dato nur eingeschränkt, da der Ehemann der 38-Jährigen und Vater der Kinder bislang noch nicht voll vernehmungsfähig sei.

Mutter ersticht Kinder in Manching: Ein Abschiedsbrief wurde nicht gefunden

„Ob wir jedoch am Ende wirklich alle Fragen klären können, bleibt offen“, sagte Polizeisprecher Michael Graf. Ein Abschiedsbrief wurde nicht gefunden. Zu einer möglichen psychischen Erkrankung der Frau gibt die Polizei aus Gründen des Persönlichkeitsrechts keine Auskunft. Ausschließen könne die Polizei zum jetzigen Zeitpunkt, dass die Tat in irgendeinem Zusammenhang mit dem Arbeitgeber der Frau stehe, so der Sprecher. Dafür gebe es keinen Anhaltspunkt.

Die Frau befand sich in Elternzeit, hatte jedoch einen Firmenschlüssel, mit dem sie sich Zutritt auf das Betriebsgebäude ihres Arbeitgebers verschaffte.

Lesen Sie dazu auch: Mutter und zwei Kinder tot: Was bisher über die Tragödie bekannt ist

Hinweis: Normalerweise berichten wir nicht über (mutmaßliche) Suizide oder Suizidversuche. Es gibt aber Ausnahmen, nämlich dann, wenn der Fall durch die Umstände eine besondere öffentliche Aufmerksamkeit erfährt. Sollten Sie sich gerade selbst in einer ähnlichen Lage befinden oder sollte dieser Text bei Ihnen ähnliche Gefühle wachgerufen haben, wenden Sie sich bitte umgehend an die Telefonseelsorge. Die geschulten Berater dort können Sie unterstützen. Hilfe finden Sie bei kostenlosen Hotlines, zum Beispiel unter den Telefonnummern 0800/1110111 und 0800/3344533.

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