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Ingolstadt

08.01.2019

Mutter soll Kind im Schlaf erstochen haben: Bleibt sie in der Psychiatrie?

Eine 37-Jährige soll ihren dreijährigen Sohn erstochen haben. Am Dienstag war Prozessauftakt.
Bild: Luzia Grasser

Im April soll eine Mutter ihren dreijährigen Sohn erstochen haben, der Großvater fand seinen toten Enkel. Jetzt stand die Frau in Ingolstadt vor Gericht.

Eine Familientragödie hatte sich im vergangenen April in Baar-Ebenhausen (Landkreis Pfaffenhofen/Ilm) abgespielt. Eine damals 36-Jährige soll mitten in der Nacht ihren dreijährigen Sohn umgebracht haben, erstochen mit einem Messer. Seit Dienstag wird der Fall vor dem Landgericht Ingolstadt verhandelt, allerdings unter Ausschluss der Öffentlichkeit. Denn es geht im Wesentlichen darum, ob die beschuldigte Mutter auch weiterhin in einer Psychiatrie untergebracht wird. In diesem Fall kann eine Verhandlung nicht-öffentlich stattfinden. Das Urteil wird für den 25. Januar erwartet.

Der Opa fand den erstochenen Enkel, die Mutter zündete sich an

Es muss ein furchtbarer Anblick gewesen sein in der Nacht zum 11. April. Mitten in der Nacht, gegen 4.15 Uhr, war ein Mann in Baar-Ebenhausen (Landkreis Pfaffenhofen/Ilm) von lauten Schreien aufgewacht. Als er in das Zimmer seines dreijährigen Enkels schaute, lag das Kind dort, vermutlich erstochen von seiner eigenen Mutter, der Tochter des Mannes. Danach hatte sich die heute 37-Jährige selbst angezündet, mit lebensbedrohlichen Verletzungen war sie damals in eine Spezialklinik gekommen.

Die Große Strafkammer des Landgerichts Ingolstadt unter Vorsitz von Jochen Bösl.
Bild: Luzia Grasser

Zum Prozessauftakt hatte die Frau ihr Gesicht hinter einem Block verborgen, Narben vom Suizidversuch waren aber deutlich zu sehen. Zitternd und zusammengekauert nahm sie vor ihren beiden Verteidigerinnen Platz. Das Gericht muss in sechs Verhandlungstagen mit der Hilfe von Gutachten darüber entscheiden, ob die Frau – und das gilt als sehr wahrscheinlich – wegen einer psychiatrischen Erkrankung zur Tatzeit schuldunfähig war und sie auch künftig in einer Einrichtung untergebracht wird.

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