1. Startseite
  2. Lokales (Neuburg)
  3. Nach 600 Jahren wieder geöffnet

Festakt

08.09.2018

Nach 600 Jahren wieder geöffnet

Copy%20of%20IMG_0219.tif
3 Bilder
Feierlich wurde beim Festakt das Band gemeinsam zerschnitten. 600 Jahre war das Tor nicht auf. Jetzt können die Ingolstädter von dort ins Neue Schloss.

Die Ingolstädter können wieder durch das Feldkirchner Tor gehen. Das war sehr, sehr lange nicht möglich. Auch sonst hat sich einiges im und am Neuen Schloss getan

Ingolstadt Heuer feiert das Neue Schloss in Ingolstadt sein 600-jähriges Bestehen, begannen doch 1418 unter Herzog Ludwig VII. die Bauarbeiten für die „Neue Veste“ in Ingolstadt. Passend also, dass es im Jubiläumsjahr gleich mehrere Gründe zum Feiern gibt. So wurde nicht nur nach fast 600 Jahren das Feldkirchner Tor wieder für den Durchgang geöffnet, auch das Ingolstädter Armeemuseum im Schloss hat allen Grund, sich zu freuen. Der neue barrierefreie Eingang ist fertig, es erwartet die Besucher ein moderner Museumsshop mit Kassenbereich und auch ein Café wurde eingerichtet. Darüber hinaus ist nach umfangreichen Sanierungsmaßnahmen ein Großteil des Museums wieder zugänglich. Im Erdgeschoss kann man beispielsweise ab sofort die neue Sonderausstellung „Im Visier des Fotografen“ sehen. Der Mailänder Fotograf Carlo Paggiarino nahm über 120 Objekte aus der Alten Sammlung des Museums auf und eine Auswahl der Fotos wird nun in der Ausstellung neben den Originalstücken platziert.

Zur Einweihung des Feldkirchner Tors kam auch Staatsministerin Marion Kiechle, die die Ehre hatte, zusammen mit Oberbürgermeister Christian Lösel und Armeemuseumschef Ansgar Reiß, das Band durchzuschneiden. Fanfaren wurden gespielt, als die drei zur Schere griffen, es wurde kurz angestoßen und dann strömten schon die Ersten durch den neuen Eingang, der mit einer bronzefarbenen Tür versehen wurde.

1368 wurde das Tor errichtet, doch schon einige Jahrzehnte später sollte es Herzog Ludwig in seinen Schlossbau integrieren. Ein Durchgang für die Bürger war nicht mehr möglich. Die erhielten übrigens als Ausgleich dafür das Neue Feldkirchner Tor, nachdem sie sich kräftig beim Kaiser über ihren Herzog beklagt hatten.

ecsImgBannerNewsletter250x370@2x-1315723864673274678.jpg

Durch die Öffnung am Freitag bekommen die Ingolstädter und alle Besucher nun nach 600 Jahren von Osten her einen direkten Zugang zum Neuen Schloss. Man gelangt ab sofort von der Rossmühlstraße in den Schlosshof und von dort nicht nur ins Armeemuseum, sondern natürlich auch schneller in die Innenstadt. Möglich gemacht wurde das durch einen Steg, der zum Tor führt und den man überqueren muss, ehe man in den Schlosshof gelangt.

„Im Nachhinein ist es vielleicht sogar ein Glück, dass der Herzog das Tor verbaute, denn so ist es uns bis heute erhalten geblieben“, erklärte OB Lösel. Er kann sich noch gut an die ersten Gespräche mit Museumschef Reiß erinnern und wie dieser ihm vorschlug, im Zuge der Sanierungsmaßnahmen auch das Tor zu öffnen. Damals sei er sofort von der Idee begeistert gewesen und setzte sich für das Gemeinschaftsprojekt von Stadt und Freistaat ein. „Wir bemühen uns ja seit geraumer Zeit, unsere Heimatgeschichte erlebbar zu machen. Das heißt historische Gebäude wieder einer neuen Nutzung zuzuführen.“ Mit der Öffnung des Tores sei das hervorragend gelungen.

Auch Ministerin Kiechle freute sich und hatte viel Lob für das Neue Schloss übrig. Es sei wunderschön und das sich darin befindende Armeemuseum sei „eine Perle in der bayerischen Museumslandschaft“.

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren