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Neuburg

18.01.2021

Nach Corona-Fällen gilt im Neuburger Geriatriezentrum weiter Besuchsverbot

Im Geriatriezentrum Neuburg gilt nach den Corona-Fällen vor einigen Wochen weiter Besuchsverbot.
Foto: Geriatriezentrum Neuburg (Archiv)

Plus Das Neuburger Geriatriezentrum hatte zuletzt mit zahlreichen Corona-Fällen zu kämpfen. Die Verantwortlichen reagierten mit strengen Regeln. Hat man die Lage nun im Griff?

Alles fing an mit drei Patienten, die Symptome zeigten. Daraufhin veranlassten die Verantwortlichen des Neuburger Geriatriezentrums mehrere Corona-Reihentests. Das Ergebnis: 14 positive Fälle. Und damit nicht genug. Kurz darauf ergaben Tests vier weitere Covid-19-Fälle. Die Lage in der Einrichtung war Ende des vergangenen Jahres angespannt (lesen Sie hier mehr dazu). Es galten strenge Regeln wie Besuchsverbot und ein Aufnahmestopp. Wie hat sich die Situation seitdem entwickelt?

Geriatriezentrum Neuburg: Nach wie vor gilt ein Besuchsverbot

Stefanie Schmid kann Positives vermelden: „Wir haben im Geriatriezentrum mittlerweile keinen einzigen Corona-Fall mehr “, sagt die Sprecherin des Kreiskrankenhauses Schrobenhausen, zu dem das Neuburger Geriatriezentrum gehört. Demnach habe man das Ausbruchsgeschehen unter Kontrolle gebracht. Infizierte seien sofort isoliert und in Einzelzimmer verlegt worden. Eine ganze Station sei zur Corona-Station erklärt worden, so Schmid. Auch Mitarbeiter haben genaue Hygienemaßnahmen zu erfüllen. Sie tragen etwa FFP2-Masken und achten demnach besonders auch in Pausen auf Sicherheitsabstände.

Keine Corona-Fälle mehr im Geriatriezentrum Neuburg

Die Maßnahmen zeigen nun offenbar Erfolg. Obwohl die Zahl der Corona-Infizierten auf Null gedrückt wurde, wollen die Verantwortlichen an den strengen Auflagen zunächst festhalten – das Besuchsverbot gilt nach wie vor. „Wir wissen, dass dies eine schwere Situation für Patienten und Angehörige ist“, sagt Schmid. „Aber das Risiko ist immer noch zu groß.“

Lediglich zu Weihnachten gab es eine Ausnahme. Über die Feiertage durften sich Patienten und Angehörige unter besonderen Auflagen treffen. Um Abstände besser einhalten zu können, nutzte man als Treffpunkt nicht die einzelnen Zimmer, sondern einen Gemeinschaftsraum.

Patienten können per Videochat mit den Angehörigen kommunizieren

Mittlerweile gilt wieder das Besuchsverbot. Wie lange noch, ist derzeit nicht absehbar. „Wir warten ab, bis sich die allgemeine Infektionslage beruhigt“, sagt Schmid. „Wir hoffen, möglichst bald.“ Da soziale Kontakte wichtig für die Genesung und das allgemeine Wohlbefinden sind, hat man im Geriatriezentrum ein Angebot etabliert. Patienten bekommen ein Tablet, um per Videochat mit ihren Angehörigen kommunizieren zu können.

„Das ist natürlich kein Ersatz für den persönlichen Kontakt“, betont die Kliniksprecherin. Aber die Patienten würden das Angebot mittlerweile sehr gut annehmen. Da man es mit betagten Menschen zu tun hat, für die die Technik zum Teil neu ist, stehen die Mitarbeiter mit Rat und Tat zur Seite.

Geriatriezentrum Neuburg: Verantwortliche wollen das Coronavirus fernhalten

Die Verantwortlichen hoffen, mit diesen Schritten das Coronavirus von der Einrichtung künftig fernzuhalten. Die Frage, wie das Virus vor Wochen hineinkam, hat man mittlerweile abgehakt. Damals vermutete man, dass eine Patientin das Virus in sich trug. „Weitere Nachforschungen bringen nichts“, sagt Schmid. Niemand schleppe ein solches Virus mit Absicht ein, und man könne so etwas nie mit letzter Gewissheit zurückverfolgen. „Das Ausbruchsgeschehen lässt sich nicht fassen.“

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