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22.06.2009

Nach Dienstschluss wird auf der Baustelle geschuftet

Heinrichsheim (xh) - Bisher haben 30 Freiwillige bei der Stadtteilfeuerwehr Heinrichsheim für den Erweiterungsbau ihres Domizils 1100 Stunden gearbeitet. Am Samstagabend legten die Männer ihre Schaufeln und Kellen weg und feierten mit Ehrengästen sowie Vertretern von Firmen Richtfest des 220 000 Euro-Projekts inmitten vom Ort.

Fast wäre der Zimmerermeister Stefan Brendle für den traditionellen Richtspruch zu spät gekommen, aber die Grußredner hatten für den Meister aus Burgheim ein Einsehen und starteten die Zeremonie mit einer halben Stunde Verzögerung. Bürgermeister Heinz Enghuber erklärte eingangs die Dringlichkeit des Vorhabens. Der Schulungsraum sowie die Fahrzeug- und Gerätehalle des bisherigen Feuerwehrhaus platzten aus allen Nähten. 2007 stellten die Heinrichsheimer Antrag für einen Anbau. Im Juli 2008, als die Pläne gezeichnet und man sich mit dem Stadtbauamt einig war, schien das Vorhaben gescheitert. Grund war die Heinrichsheimer Fahrzeugkombination Tragkraftspritzenfahrzeug-Wasser und Mannschafts - Zweckfahrzeug. Daraufhin einigten sich die Heinrichsheimer mit den Kameraden in Ried. Das gebrauchte TSF-W geht nach Ried und für die Heinrichsheimer wird ein Löschfahrzeug LF 10/6 beschafft.

Anfang April dieses Jahres war Spatenstich und seitdem herrscht am Anbau Hochbetrieb. Bürgermeister Enghuber lobte das ehrenamtliche Engagement als "vorbildlich". Der geplante Kostenrahmen könne mit all dieser Eigenleistung, die auf 40 000 Euro Ersparnis geschätzt wird, eingehalten werden. Zuschuss von der Regierung gibt es in Höhe von 20 000 Euro.

Mit der Erweiterung wächst das Heinrichsheimer Feuerwehrhaus von bisher 686 Kubikmetern auf 1253 Kubikmeter umbauten Raum. Der Vorsitzende der Heinrichsheimer Feuerwehr, Bernhard Hillebrand, bezeichnete die Eigenleistung als "Meisterleistung", da unter den Helfern fast alle notwendigen Berufsschichten vertreten sind.

Nur wenige Arbeiten, beispielsweise die Zimmererarbeiten, wurden vergeben. Der Ortskommandant Burghard Dachwitz hob in seiner kurzen Rede den ständigen Ansprechpartner Georg Senner hervor. Außerdem lobte er seine Leute: "Viele von den Helfern sind spätestens eine halbe Stunde nach Feierabend an ihrer eigentlichen Arbeitsstelle auf unserer Baustelle". Das hörte der Feuerwehreferent im Stadtrat Hans Mayr gerne. Auch er ist oft beim Bau mit vor Ort und zeigte sich beim Richtfest sehr zufrieden. "Das wird ein Gemeinschaftswerk", sagte er und erklärte, dass die Stadt, der als Bauherr das Bauwerk auch gehört, gerne in Feuerwehren investiert. Vor allem in kleineren Stadtteilen bildeten Feuerwehren das Rückgrat für ein harmonisches Dorfleben. Abgerundet wurde das Fest mit einer Einladung der Stadt zu einer Brotzeit. Beim Blick nach vorne sagte Hillebrand: "Fertig werden soll der Anbau im nächsten Jahr. Heuer wollen wir die Arbeiten außen fertigstellen, im Winter über drinnen". 2010 ist die Einweihung geplant.

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