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26.03.2009

Nach Leid und Schmerz klingt Hoffnung an

Neuburg (nr) - Die beliebte Reihe der "Geistlichen Abendmusik in St. Wolfgang" wird am Palmsonntag mit einem musikalisch erneut anspruchsvollen Programm fortgesetzt. Unter anderem führen Chor, Orchester und Solisten unter Leitung von Kirchenmusikdirektor Reinhold Meiser ein "Stabat Mater" von Josef Gabriel Rheinberger auf, sowie die Bach-Kantate "Seht wir geh'n hinauf gen Jerusalem".

Im 13. Jahrhundert fasste ein unbekannter Dichter den Teil der Passionsgeschichte in Worte, der beschreibt, wie die Mutter Jesu unter dem Kreuz steht und sein Leiden miterlebt. Der Verfasser bediente sich des Lateinischen. Der so entstandene, tief anrührende Text, das "Stabat Mater", ist seither mehr als 200-mal vertont worden, zuletzt im Jahr 2008. Im Jahr 1890 nahm sich auch der Münchener Komponist Rheinberger der Dichtung an und schuf eine Komposition für vierstimmigen Chor und Streicher.

Mit dieser eher bescheidenen Besetzung konzentriert er sich ganz darauf, dem Hörer den Inhalt in eingängiger Weise zu übermitteln. Das gelingt ihm durch warmen, zumeist dunkel gefärbten Klang der Streicher als Grundlage für den textbezogenen, harmonischen Chorsatz. Die beinahe kammermusikalische Komposition ist wie geschaffen für eine Aufführung in einer kleineren Kirche. In einem akustisch so hervorragend disponierten Raum wie es die Kapelle St. Wolfgang in Neuburg ist, kann sich die klangliche Fülle von Rheinbergers "Stabat Mater" voll entfalten.

Dem Charakter der Passionszeit entsprechend sind auch weitere Werke ausgewählt. Stefanie Hruschka (Sopran) und Klaus Hopp-Wiel (Bass) singen, begleitet von Barbara Goede an der Orgel, Passionslieder von J. S. Bach. In seiner Kantate BWV 159 reflektiert Bach das Geschehen zum Beginn der Leidenszeit Jesu mit dessen Gang nach Jerusalem. Musikalisch kommt hier der Oboe (Dietrich Semmlinger) eine tragende Rolle zu. Der abschließende Choral verströmt nach Leid zuversichtliche Hoffnung.

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Ein Zeitgenosse Bachs und von diesem hoch geschätzt war der Komponist Johann Friedrich Fasch. In der Abendmusik erklingt Faschs festliches Quartett in B-Dur. Oboe, Blockflöte (Annemarie Frank) und Geige (Gabi Hirte) konzertieren höchst virtuos miteinander und belegen die große Kunst des heute zu Unrecht weithin unbekannten Komponisten.

Der Eintritt ist, wie immer, frei. Um eine Spende zur Weiterführung der Konzertreihe wird am Ausgang gebeten.

Die "Kammermusik St. Wolfgang", lädt ein zur Geistlichen Abendmusik in der Kapelle St. Wolfgang (Bahnhofstraße) am Palmsonntag, 5. April. Beginn ist um 18 Uhr.

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