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Neuburg

18.02.2014

Nach dem Tod von Franziska (12): Ein Dorf steht unter Schock

Skaterplatz im Fall Franziska
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An diesem Skaterplatz in Nassenfels war Franziska am Sonntagnachmittag. Auf dem Heimweg mit dem Fahhrad nach Möckenlohe wurde sie getötet.
Bild: Barbara Würmseher

Am Sonntag ist die zwölfjährige Franziska aus dem Landkreis Eichstätt getötet worden. Der Tod des Mädchens macht betroffen - vor allem die Menschen in ihrem Heimatdorf.

Ein ganzes Dorf steht unter Schock: Der gewaltsame Tod der zwölfjährigen Franziska hat in ihrem Heimatort Möckenlohe große Betroffenheit ausgelöst. Die Menschen, auf die man trifft, wirken zutiefst bestürzt. Mütter haben Angst um ihre Kinder und lassen sie nicht mehr alleine zur Bushaltestelle gehen. Im Dorfladen des Nachbarorts Adelschlag herrscht unter Kunden und Mitarbeitern tiefes Mitgefühl für die Eltern, die ihr Kind auf so grauenvolle Weise verloren haben.

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Der Fasching wurde abgesagt

Über den Gartenzaun, auf der Straße – überall ist die Ermordung des Mädchens Gesprächsthema. Da mag auch keiner mehr feiern: Der restliche Fasching wird in Möckenlohe nicht stattfinden. Das geplante lustige Treiben wurde abgesagt – keinem der Einwohner dort ist mehr danach zumute.

„Das ist das Schlimmste, was es gibt“, sagt ein fassungsloser Anwohner in der direkten Nachbarschaft zu Franziskas Elternhaus. „Etwas Schrecklicheres gibt es nicht.“ Er hatte am Sonntagabend miterlebt, wie die Todesnachricht in der Dorfwirtschaft die Runde machte. „Wir waren beim Dämmerschoppen und haben über das Verschwinden des Mädchens geredet, als der Telefonanruf kam. Seitdem ist nichts mehr wie es mal war. Man meint immer, so etwas passiert woanders und plötzlich ist es vor der eigenen Haustüre.“

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Möckenlohe ist ein 600-Seelen-Dorf

Im 600-Seelen-Dorf kennt fast jeder jeden. Und so war auch Franziska allen bekannt. Die Pfarrgemeinderatswahl am Sonntag war daher auch überschattet von der Ungewissheit über Franziskas Schicksal. Da war bereits bekannt, dass die Zwölfjährige vom Nassenfelser Skaterplatz nicht mehr zurückgekommen war. Erst recht war das Entsetzen groß, als es die schreckliche Gewissheit gab: Franziska ist tot.

Pfarrer Ulrich Hildebrand von der Möckenloher Pfarrei Maria Himmelfahrt hat sie in Religion unterrichtet, hat sie bei Erstkommunion und Firmung als Priester begleitet. „Sie war ein liebes, freundliches Mädchen“, erzählt er. „Sie war integriert in der Dorfgemeinschaft, besonders bei der Jugend.“ Der Geistliche hat jetzt die schwere Aufgabe, ihren Eltern beizustehen. Für sie ist, wie der Nachbar sagt, „eine Welt zusammengebrochen.“ wüb, glori, haju

Mädchen umgebracht
13 Bilder
Der Mord an der zwölfjährigen Franziska
Bild: Andreas Gebert, Xaver Habermeier
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