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14.07.2010

Nachdenken über Streetworker

Wenn Jugendliche zuschlagen, ist es oft schon reichlich spät. Streetworker, wie der Landkreis sie jetzt einstellen will, sollen früher an die Problemfälle herankommen, um präventiv zu arbeiten. Im Gemeinderat Burgheim wurde jetzt das Projekt vorgestellt. Foto: Flora Anna Grass
Bild: Flora Anna Grass

Burgheim Burgheim soll - wie alle anderen Kommunen in Neuburg-Schrobenhausen auch - vom landkreisweiten Projekt "Streetworker" profitieren. Worum es sich dabei im Einzelnen handelt, stellte Regierungsrat Mahmoud Al-Khatib, Leiter der Abteilung Soziales am Landratsamt, jetzt dem Gemeinderat vor.

Keimzellen für Gewalt und Kriminalität sollen präventiv bekämpft werden, so Al-Khatib, und Burgheim wäre - gemessen an seiner Größe - mit jährlich rund 3200 Euro dabei. Während die Städte Neuburg und Schrobenhausen einen jeweils eigenen Streetworker bekommen sollen, teilen sich sämtliche Gemeinden einen dritten. 69 000 Euro betragen die jährlichen Personalkosten für eine solche Fachkraft. Dem gegenüber stehen Ausgaben in Höhe von 119 000 Euro, die Burgheim jährlich ausgibt, um die Folgen von Jugendkriminalität zu finanzieren: Mobile Familienberatung, Sozialdienst, Jugendgerichtshilfe und gerichtliche Stellungnahmen. "Wenn der Streetworker auch nur ein Kind in Burgheim rettet", so Al-Khatib, "dann hat er sich schon gerechnet." 38 Fälle von problematischen Jugendlichen sind 2009 in der Marktgemeinde registriert worden.

Der Gemeinderat will in seiner nächsten Sitzung über seine Beteiligung am Projekt "Streetworker" abstimmen.

In der jetzigen Sitzung wurden Aufträge für Baumaßnahmen vergeben: Die Firma Schmid (Burgheim) macht für 117 000 Euro Kanal- und Straßenbau für seniorengerechtes Wohnen und bekam auch den Zuschlag für die Gehwegsanierung in der Bahnhofstraße (Angebotssumme 210 000 Euro). Die Firma Adilo übernimmt für knapp 7600 Euro die archäologischen Rettungsgrabungen auf dem Grundstück der Seniorenwohnanlage.

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Die Telekom bekommt den Auftrag, die Ortsteile Straß und Illdorf mit DSL anzuschließen (Kostenpunkt 130 000 Euro). Gleichzeitig soll die Telekom berücksichtigen, dass zu einem späteren Zeitpunkt auch Ortlfing, Biding und Leidling in den Breitbandausbau einbezogen werden.

Mit einer Parkplatz-Entscheidung bis September abwarten

Abwarten bis September heißt es in Sachen "Parkplatz Schulgasse/Bidi". Der wäre wünschenswert im Hinblick auf Veranstaltungen in Schule und Pfarrsaal sowie bei Beerdigungen. Bürgermeister Albin Kaufmann bat den Gemeinderat aber wegen der angespannten Haushaltssituation um Geduld. Die Firma Eon will Deiche und Dämme südlich der Donau sichern. Dazu wird ein Gutachten benötigt. Der Gemeinderat beschloss einstimmig, diese fachliche Stellungnahme (Kosten 2000 bis 3000 Euro) einzuholen.

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