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Neuburg

07.04.2017

Nahverkehrsplan wird entwickelt

Zum 25. Geburtstags des Stadtbusses verteilten Oberbürgermeister Bernhard Gmehling (links), Busunternehmer Wolfgang Jägle (rechts) und einige Stadträte zusammen mit Mitarbeitern der Stadtwerke Schoko-Osterhasen an Fahrgäste.
Bild: Gloria Geißler

Am 6. April vor 25 Jahren rollte der erste Stadtbus durch Neuburg. Doch mit der rasanten Entwicklung der Stadt wird sich auch der öffentliche Nahverkehr neu sortieren müssen.

Seit einem Vierteljahrhundert ziehen die Stadtbusse ihre Kreise durch Neuburg. Ohne große Veränderungen sind sie ein Zeichen der Verlässlichkeit. Doch die nächsten 25 Jahre werden wohl nicht so entspannt weitergehen. Der öffentliche Nahverkehr steht vor großen Veränderungen. Aber die Stadtwerke als Betreiber des Stadtbusses sind sensibilisiert für das, was da kommen mag. Antoine de Saint-Exupery sagte einmal: „Die Zukunft soll man nicht voraussehen wollen, sondern möglich machen.“ Oder wie Stadtwerke-Chef Richard Kuttenreich sagt: „Der Stadtbus ist die Grundlage für alles, was die Mobilität noch bringt.“

Zentrales Thema ist der Nahverkehrsplan, der derzeit für den gesamten Landkreis erarbeitet wird. Er ist die Basis für alle weiteren Entwicklungen, auch den Stadtbus betreffend. Denn Neuburg entwickelt sich rasant. Neue Viertel entstehen, wie zum Beispiel „Neuburg-West“, Schulen werden gebaut, die Geburtenrate steigt, eine zweite Donaubrücke ist in Planung und inzwischen wächst auch der politische Wille, mehr für Fahrradfahrer in der Stadt zu tun. Vieles scheint auf den ersten Blick nichts mit dem Stadtbus zu tun zu haben. Aber wer genauer hinsieht, der erkennt klaren Handlungsbedarf. Noch nicht sofort, aber in absehbarer Zukunft. Fahrradpendler werden bei schlechtem Wetter vielleicht auf den Bus ausweichen, aber auch die Feinstaub-Diskussion spielt mit in die Planung hinein. In vielen Großstädten sind bestimmte Fahrzeuge bereits verboten, einige kleinere Städte wollen nachziehen.

Andreas Bichler ist Bereichsleiter bei den Neuburger Stadtwerken und er sagt: „Wir ermitteln gerade den Ist-Zustand und werden daraus einen Soll-Zustand erarbeiten.“ Bis 2018 möchte er die Vorarbeiten dafür geleistet haben. Die Koordination für den gesamten Landkreis liegt beim Landratsamt. Dort wünscht man sich schon seit vielen Jahren einen Gemeinschaftstarif. Doch den wird es so schnell mit dem Stadtbus nicht geben. Das machte Oberbürgermeister Bernhard Gmehling bei einem kleinen Jubiläums-Festakt deutlich: „Wenn wir hier mitmachen würden, müssten wir entweder immens die Preise anheben oder die Stadt müsste noch mehr Steuergelder drauf legen. Beides ist nicht in unserem Sinne.“ Der Fahrpreis von 1,20 Euro sei absichtlich niedrig gehalten und mit einem Defizit von 600000 Euro jährlich sei man ohnehin schon an der Schmerzgrenze angelangt.

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Rund 1300 Menschen täglich nehmen den Stadtbus, um von den Stadtteilen ins Zentrum zu kommen. Vom zentralen „Busbahnhof“ am Spitalplatz steuern die Stadtbusse auf ihren fünf Linien im Halb-Stunden-Takt die Stadtteile Herrenwörth, Heinrichsheim und die Strecke über den Bahnhof zum Schwalbanger sowie die Gebiete von Neuburg-Nord, den Kreuzberg und die Obere Altstadt im Stundentakt an. Vier Busse, drei große und ein kleiner klappern 70 Haltestellen ab.

Von Beginn an ist die Firma Jägle mit im Boot. Sie stellt alle 20 Fahrer der Stadtbusse und organisiert den Fahrplan. „Nahezu unfallfrei“, wie Wolfgang Jägle stolz betont. 2002 sei die Technik digitalisiert worden. „Jede Fahrt kann am Bildschirm in der Zentrale nachverfolgt werden“, berichtet der Busunternehmer. Welcher Bus hat Verspätung? Wie viele Personen fahren dort mit? Wann ist er an der nächsten Haltestelle. Oberbürgermeister Gmehling spricht von einer Erfolgsgeschichte, die zwar keinen einfachen Start und anfangs mit großer Skepsis begonnen hatte, aber sich mit den Jahren zu einer Institution entwickelt habe, die heute nicht mehr wegzudenken sei aus dem Neuburger Stadtverkehr.

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