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Neuburg

10.10.2019

Neuburg: Lichtblick für den Wohnungsmarkt

Die zahlreichen alten Garagen, die derzeit den Bereich um die Richard-Wagner-Straße zieren, sollen bald einem fünfgeschossigen Neubau mit Tiefgarage weichen. Das Mehrfamilienhaus soll 24 Sozialwohnungen beinhalten.
Bild: Marcel Rother

In der Stadt entstehen viele neue Sozialwohnungen. Diskussionen gibt es über die Stellplatz-Situation.

Zu den Sehenswürdigkeiten der Stadt gehört die Garagenanlage an der Richard-Wagner-Straße nicht gerade. Mit gutem Willen könnte man die zum Teil beschmierten grauen Betonkästen als zweckmäßig bezeichnen, doch selbst das trifft nur noch unzureichend zu – zu alt und für die großen SUVs mittlerweile zu klein.

Da kam den Mitgliedern des Bauausschusses die Voranfrage für ein Mehrfamilienhaus mit Tiefgarage im Schwalbanger gerade recht – und zwar genau an der Stelle, an dem die zahlreichen Garagen stehen. Und besser noch: Der neue Baukörper soll 24 Sozialwohnungen beinhalten. Oberbürgermeister Bernhard Gmehling reagierte sichtlich erfreut: „Sozialer Wohnraum soll da entstehen, wo der Boden bereits versiegelt ist. Es wird sogar mehr Parkraum geschaffen, denn die jetzigen Garagen werden kaum genutzt.“

Neuburg: Parken auch bei Sozialwohnungen Thema

Anfängliche Bedenken, dass erneut Stellplätze in der Richard-Wagner-Straße wegfallen, konnten schnell entkräftet werden. Derzeit gibt es in diesem Bereich für 79 Wohnungen 82 Parkflächen, nach dem Neubau sollen es für die dann 103 Wohneinheiten sogar 108 Stellplätze sein. Gmehlings Parteikollege Alfred Hornung (CSU) stimmte während der Sitzung am Mittwoch ebenfalls euphorische Töne an: „Wir können nichts Besseres machen.“

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Anders sah das jedoch Stadträtin Karola Schwarz von den Grünen. Sie sprach sich für weniger Stellplätze, dafür aber für einen Aufenthaltsbereich oder zumindest für mehr Bäume aus. Ihr Antrag wurde gegen eine Stimme abgelehnt, das Bauvorhaben für die 24 neuen Sozialwohnungen in dem fünfgeschossigen Neubau mit Tiefgarage jedoch einstimmig abgesegnet. „Schön, dass sozialer Wohnraum geschaffen wird“, kommentierte Gmehling, der am Mittwoch gleich doppelten Grund zu Freude hatte.

Denn das Gremium beschäftigte sich auch mit einem Bauantrag an der Stettiner Straße im Ostend. Das Wohnhaus, das dort entstehen könnte, soll weitere neun Sozialwohnungen beherbergen. Kritik hagelte es allerdings für die Stellplatz-Situation. Zwar sollen mit dem Neubau auch die nötigen neun Parkflächen entstehen, allerdings müssen auch einige Garagen abgerissen werden. Geplant ist, dass diese auf dem Nachbargrundstück zwischen der Ostenendstraße 52 und 54 neu errichtet werden.

Neuburg: Sozialwohnungen versus Stellplätze

Verkehrsreferent Bernhard Pfahler (FW) befand den Vorschlag für schlecht: „Wir haben in diesem Bereich schon eine komplette Verdichtung und keine Stellplätze.“ Gmehling entgegnete: „Wir versuchen hier die Quadratur des Kreises. Einerseits wollen wir Sozialwohnungen, andererseits Stellplätze. Die Zahl muss ausreichend sein.“

Unglücklich mit dem Baukörper zeigte sich Stadtbaumeister Dieter Reichstein: „Wir wollten eigentlich einen Bau parallel zur Straße, um einen ruhigen Innenhof zu schaffen. Die jetzige Form quer zur Straße finden wir grenzwertig, um es vorsichtig auszudrücken.“ Dennoch entschied sich das Gremium einstimmig für den Neubau. Ein kleiner Spielplatz, der anfangs im Gespräch war, wird in dem Bereich nicht entstehen. Der an der Danziger Straße sei nah genug, zudem müssten die Kinder keine Straße überqueren.

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