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Neuburg
23.04.2018

Mut, Spielfreude und viel Können

Flotte Vorstellung: Das Gitarrenensemble mit Violin-Solistin und Sängerin. 
8 Bilder
Flotte Vorstellung: Das Gitarrenensemble mit Violin-Solistin und Sängerin. 

Die Musikschule Neuburg liefert bei ihrem Jahreskonzert ein Feuerwerk der Instrumente und Stimmen.

„I’m so exited“, auf Deutsch soviel wie „ich bin ja so aufgeregt“, lautete der Titel des Schluss-Songs beim Jahreskonzert der Musikschule Neuburg (MSN). Und ein wenig aufgeregt waren vor ihrem Auftritt im vollbesetzten Stadttheater sicher viele der jungen Geiger, Flötisten, Gitarristen, Pianisten, Sängerinnen, Trompeter, Posaunisten oder Schlagzeuger. Macht gar nichts: Bei den ersten Tönen war die Aufregung meist wie weggeblasen, die jungen Musiker gingen mit einer guten Portion Mut, mit dem nötigen Schneid und mit beachtlichem Können ans Werk. Die wochen- und monatelange Probenarbeit in der von Oliver Wasilesku mit einem sehr engagierten Lehrerteam erfolgreich geführten Musikschule zahlt sich sozusagen in klangvoller Münze aus.

Wie Lisa Moosheimer als Gesangssolistin das „I’m so exited“ über die Rampe brachte, mit Feuer und dem richtigen Feeling, von der vorzüglichen Big Band unter Bandleader Oliver Wasilesku und dem Popchor (Leitung Lucie Schafferhans) begleitet, das war typisch für das ganze Programm. Ein mit Pause fast dreistündiges Konzert mit etlichen Glanzlichtern, kurzweilig und oft begeisternd, auch wenn bei ganz genauem Hinhören natürlich nicht alles perfekt geklappt hat.

Wo im Einzelnen die Wackler waren, ist nicht so wichtig. Die Musiker selber und ihre Lehrer wissen es, und sie haben die Chance, es beim nächsten Mal noch besser zu machen.

Deshalb ein kleiner Spaziergang durch das an Facetten und Klangfarben reiche Programm, ohne Anspruch auf Vollständigkeit. Im Nachmittagskonzert waren die ganz Kleinen von der musikalischen Früherziehung mit viel Freude als „Trommelbande“ mit hübschen Kostümchen zu bewundern. Nicht viel älter, so um die sieben Jahre, ließen Michael Gruber (Geige) und Oskar Wasilesku mit einer kleinen „Sonatina in C“ aufhorchen, ebenso das Duo Victoria Krönert (Geige) und Sophia Dachs (Klavier) mit einem flotten Allegro oder Luise Fieger mit einem erstaunlich gut gemeisterten Chopin-Walzer („Grand Valse brillante“).

Erfreuliche Klänge waren von den „Young Irish Folks“ zu vernehmen, diese neue formierte Gruppe sichert schon einmal den Nachwuchs für die „Greenhorns“. Die sind freilich selber noch recht jugendlich und begeisterten im anschließenden Konzert der Großen mit fetzigen und auch mit ruhigen Songs der Richtung Irish Traditional. Bei „O Danny Boy“ oder „The Morning Dew“ fühlte man sich schwuppdiwupp in die wilde, faszinierende Landschaft der grünen Insel versetzt.

Es gehört einiges dazu, sich vor hunderten Zuhörern an den Flügel zu setzten und auswendig bedeutende Chopin-Werke zu spielen, die auch Profis musikalisch und technisch nicht so einfach aus dem Ärmel schütteln. Wie Mia Hopfner (13) und Florentin Gaßner (17), das Fantasie-Impromtu opus 66 und die „Polonaise Heroique opus 53“ gestalteten, zählte zu den Highlights dieses Jahreskonzerts. Beide nehmen diese anspruchsvollen Werke im wahrsten Sinne des Wortes in beide Hände, spielen die Melodiebögen in Ruhe aus und lassen sich von wilden Tonfolgen nicht nervös machen. Klar und mit Verstand gespielt, der stürmische Beifall war voll verdient.

Auch mit einer Geige mutterseelenallein vor Publikum hinzutreten, verlangt durch Können begründeten Mut. Vielleicht noch mehr als am Flügel, weil bei der Violine auch ein sauberer Ton immer irgendwie kratzig oder zaghaft klingen kann. Helena Beck und Moritz Schläfer lassen sich davor aber nicht bange machen, sie greifen beherzt zu und meistern insgesamt ihre herausfordernden Solo-Stücke. Manchmal noch etwas weniger Druck auf den Bogen, dann wird das Ganze noch eleganter.

Dem Streichensemble unter der souveränen Leitung von Magdalena Hübner wäre umgekehrt ein Schuss mehr Mut zum Forte zu wünschen. Das Können ist ja da, da muss sich niemand hinter der Gruppe verstecken.

Locker, beschwingt und rhythmisch sehr präsent zeigen sich die Renaissancegruppe, das Flötenensemble „Flautissimo“ (Leitung Nicola Kloss) und das Gitarrenensemble (Leitung Noppo Heine). Der Zuhörer erlebt die speziellen Klangfarben und Feinheiten direkt und wird in die sehr unterschiedlichen Klangwelten hineingezogen. Mit einer leichten Einschränkung, was den Walzer „An der schönen blauen Donau“ (Querflötenquartett) angeht. Eine pfiffige Idee, diesen Schlager von Johann Strauß in dieser Besetzung anzugehen, aber der wienerische Charme ist mit dieser Instrumentierung vielleicht nicht wirklich einzufangen.

Bigband, „normale“ Band, Irish Folk, Popchor, Percussion-Ensemble und eine beeindruckende Qualität beim Pop-Sologesang sind seit langem eines der vielen Markenzeichen der Musikschule Neuburg. Das Jahreskonzert 2018 bot den inspiriert mitgehenden Zuhörern aus diesem Klangkosmos eine ganze Reihe von Schmuckstücken. Durchwegs eindrucksvoll die Sängerinnen Abora de Klerk, Anja Völler, Lena Andexinger, Sophie Stolte und – diese drei seien dann doch hervorgehoben – Pauline Georgiev, Lisa Moosheimer und Lucie Schafferhans. Wer echten Popgesang mit Können und Leidenschaft erleben will, der braucht sich nicht bei mehr oder weniger guten TV-Wettbewerben umzuhören. In Neuburg kann man das ganz nah und direkt haben.

Souverän wie immer, mit viel Musikalität und dem selbstverständlichen Swing-Feeling. Da war Drive drin, saubere Soli, Tempo und Rasse, zum Beispiel in J. Novaks „Opus One“ oder dem „Uptown Funk“. Umrahmt vom inspirierten Bandleader Oliver Wasileksu und dem alten Fuchs Klaus Wasileksu am Saxofon, der manchmal an Max Greger in seinen schönsten Zeiten erinnert, kann ja auch kaum etwas passieren.

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