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Neuburg-Schrobenhausen
02.11.2020

Jugendarbeit in Neuburg-Schrobenhausen trotz Pandemie?

E-Gaming wäre eine Möglichkeit, wie Jugendliche virtuell kommunizieren könnten.
Foto: Christoph Soeder, dpa (Symbolfoto)

Verantwortliche in der Jugendarbeit im Landkreis Neuburg-Schrobenhausen wollen sich zusammenschließen und ein Konzept erarbeiten. Was geplant ist.

In Zeiten von Corona steht die offene Jugendarbeit vor großen Herausforderungen. Welche Freizeitmöglichkeiten und Hilfen können Stellen wie der Kreisjugendring, die Caritas und das Stadtteilmanagement in Neuburg noch anbieten?

Derzeit ist das Jugendzentrum in Neuburg noch geöffnet, erzählt Guido Büttner, Leiter des Kreisjugendrings Neuburg-Schrobenhausen. Immer Montag bis Freitag von 16 bis 20 Uhr, für maximal acht bis zehn Personen gleichzeitig – und natürlich unter Einhaltung der geltenden Coronavorschriften. Ob Jugendzentren im Lockdown schließen müssen, ist noch unklar. Viele Jugendräume auf den Dörfern seien aber schon geschlossen, sagt Büttner. Und auch in Neuburg müsse man die Entwicklung der Zahlen abwarten.

Die Jugend war in der Nachkriegszeit noch nie so eingeschränkt wie jetzt

„Wir rufen die Jugendlichen zur Mäßigung auf, wollen aber trotzdem tun, was möglich ist, ohne das Infektionsgeschehen in die Höhe zu treiben. Sonst sucht sich die Jugend ihre eigenen Kanäle“, erklärt Büttner. Er ist gegen ausufernde Partys, weist aber gleichzeitig auf Folgendes hin: In der Nachkriegszeit sei die Jugend noch nie so eingeschränkt gewesen wie jetzt. Und man dürfe nicht vergessen: „Die Jugend gibt es weiterhin.“ Trotz Corona. „Wir wollen uns nicht über alles hinwegsetzen, aber auch nicht so ängstlich sein.“

Der Kreisjugendring, das Stadtteilmanagement und alle, die hauptberuflich in der Jugendarbeit tätig sind im Landkreis, wollen deshalb verstärkt zusammenarbeiten und Ideen sammeln, was eben noch geht, wie Büttner sagt. Dazu soll es demnächst ein „Jugend Forum“ per Videokonferenz geben, bei dem dann auch die ehrenamtlich Tätigen im Landkreis mitmachen und sich inspirieren lassen können. Vorstellbar wären zum Beispiel E-Gaming- oder E-Sports-Veranstaltungen, bei denen sich die Teilnehmer nur virtuell treffen, meint der Leiter des Kreisjugendrings. Vorschläge werden noch bis Anfang November entgegengenommen, die kommunale Jugendpflegerin Anne Heiß ist dabei federführend. Dann will man sich erneut beraten. Büttner räumt jedoch ein: „Unbeschwertes Feiern werden wir nicht bieten können.“ Zudem würde die kalte Jahreszeit die Möglichkeiten einschränken.

Das Ferienprogramm des KJR für die Herbstferien soll nach derzeitigem Kenntnisstand stattfinden. Geplant sind unter anderem ein Graffiti-Workshop.

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