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Neuburg-Schrobenhausen
20.04.2021

Neuburg-Schrobenhausen: Unter 60 und noch nicht geimpft? Bitteschön!

Sonderimpfung mit AstraZeneca im Impfzentrum Mühlried jetzt auch für unter 60-Jährige.
Foto: Winfried Rein

Termine für das Sonderkontingent von AstraZeneca im Impfzentrum in Mühlried gibt es nun ohne Altersbegrenzung. Wie es dazu kommt.

Als die Termine für die Sonderimpfungen mit dem Impfstoff des schwedisch-britischen Herstellers AstraZeneca für Landkreisbürger über 60 Jahre am Montagnachmittag freigeschaltet wurden, war der Impftag am Samstag im Zentrum in Neuburg nach kurzer Zeit ausgebucht. Zäh gehen dagegen die Termine für Donnerstag und Freitag am Impfzentrum in Mühlried weg. Da waren am späten Dienstagnachmittag noch immer 220 Termine frei. Doch weil es schade wäre, wenn Impfstoff ungenutzt übrig bliebe, haben nun auch jüngere Landkreisbürger die Chance, sich vorzeitig impfen zu lassen.

1500 Impfdosen hatte der Landkreis Neuburg-Schrobenhausen angefordert, 700 hat er erhalten

Wie angekündigt, hatte das Kreiskrankenhaus Schrobenhausen als Betreiber der Impfzentren im Kreis ein Sonderkontingent von 700 Impfdosen (angefordert waren 1500) erhalten. Zwei Drittel davon gingen an das größer eingerichtete Zentrum in Mühlried, ein Drittel nach Neuburg. Dass in Mühlried schon seit Dezember geimpft wird – in Neuburg lief erst in Februar der Betrieb an – und aus diesem Grund im südlichen Landkreis schon viele ältere Menschen ihre Spritze erhalten haben, ist für Stefanie Schmid eine mögliche Erklärung für die noch vielen offenen Termine. Insgesamt sind aktuell 18.442 Landkreisbürger erstgeimpft (entspricht 19,3 Prozent der Bevölkerung) und 6071 Frauen und Männer haben bereits ihre Zweitimpfung erhalten.

Wegen der geringen Nachfrage der über 60-Jährigen im Impfzentrum in Schrobenhausen wurde die Altersbegrenzung aufgehoben

Wegen der geringen Nachfrage bis Dienstag wurde darüber nachgedacht, die aktuell geltende Altersbeschränkung für über 60-Jährige aufzuheben. Diese Entscheidung fiel dann am späten Nachmittag. „Ich glaube, es gibt viele jüngere Menschen, die keinerlei Problem damit haben, sich mit AstraZeneca impfen zu lassen“, sagt Stefanie Schmid.

Wie berichtet, hatte Ingolstadt vergangene Woche ein Sonderkontingent von 5000 Dosen des Vakzins AstraZeneca zur Verfügung, das ohne jegliche Priorisierung zum Verimpfen angeboten worden war. Die Termine waren im Nu vergeben. Ingolstadt richtete sich dabei an die Beurteilung von AstraZeneca durch die Europäische Arzneimittel-Agentur EMA, eine Agentur der Europäischen Union, die für die Beurteilung und Überwachung von Arzneimitteln zuständig ist. Im Landkreis Neuburg-Schrobenhausen richtet sich das Gesundheitsamt an die Vorgaben der Ständigen Impfkommission, die beim Robert-Koch-Institut angesiedelt ist.

Neuburg-Schrobenhausen wäre für ein weiteres Sonderkontingent an Impfstoff jederzeit offen

„Falls wir noch einmal ein Sonderkontingent an Impfdosen erhalten sollten, könnten wir vielleicht von vorneherein gleich mehr Impfstoff nach Neuburg geben“, sagt die Pressesprecherin des Kreiskrankenhauses. Dass es überhaupt zu viel Impfstoff von AstraZeneca gibt, liege daran, erklärt Schmid, dass das Corona-Vakzin nur an niedergelassene Ärzte gehen sollte. Doch dabei ist die Impfkapazität in den Praxen überschätzt worden. „Wenn noch weiterer Impfstoff übrig wäre, hätten wir als Landkreis übrigens ganz und gar nichts dagegen, wenn wir noch einmal eine Sonderration bekommen könnten“, unterstreicht sie.

Übrigens: Egal, ob über oder unter 60 Jahre alt - vor einem Impftermin ist zwingend eine Registrierung auf www.impfzentren.bayern erforderlich.

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