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Neuburg/Donau

18.11.2019

Neuburg: Worauf man sich verlassen kann

Durften sich auch heuer über eine großzügige Spende von Manfred Hoffmann (2. von links), Chef der gleichnamigen Unternehmensgruppe freuen: (von rechts) Stadtrat und Sportreferent Christian Eschner, Monica Drossbach, Kristin von Philipp und Erna Frankenberger für Unicef sowie NR-Redaktionsleiter Manfred Rinke für die Kartei der Not.
Foto: Winfried Rein

Unternehmensgruppe Hoffmann in Neuburg  schüttet in der Vorweihnachtszeit wieder ihr Spendenfüllhorn aus. Wie trotz weltweiter Krisen die Geschäfte laufen.

Wie das Geschäftsjahr bei Hoffmann Mineral oder Sonax verlaufen ist, ist das eine. Die jährliche großzügige Spendenaktion der Unternehmensgruppe Hoffmann ist das andere. Und unabhängig, ob die Jahresbilanz üppig ausgefallen ist, oder gar einmal ins Negative gerutscht sein sollte. Das, was Manfred Hoffmanns Vater vor knapp drei Jahrzehnten ins Leben gerufen hat, führt der Sohn und Unternehmenschef konsequent fort. Deshalb wurde auch in diesem Jahr rechtzeitig zu Beginn der Weihnachtszeit zur traditionellen Spendenübergabe ins Mutterhaus an die Münchener Straße geladen.

„Die Vereine und sozialen Institutionen müssen sich doch auf diese Spende verlassen können“, lautet die feste Einstellung von Manfred Hoffmann. Und so erhielten auch in diesem Jahr wieder 37 nationale und internationale Organisationen, von A wie Amnesty International bis W wie Waldkindergarten Unterstall ein vorweihnachtliches Geschenk. Neben der Deutschen Welthungerhilfe gehören seit vielen Jahren die Kinderhilfsorganisation Unicef und das Leserhilfswerk unserer Zeitung, die Kartei der Not, zu dem mit jeweils 10.000 Euro am großzügigsten bedachten Einrichtungen. Für die Kartei der Not bedankte sich NR-Redaktionsleiter Manfred Rinke für die abermals großzügige Spende, für Unicef waren es Kristin von Philipp, Erna Frankenberger und Monica Drossbach. Kristin von Philipp stellte die verheerenden Verhältnisse im Jemen heraus. Dort sei die Situation – neben mehreren Brennpunkten auf der Welt, an denen Unicef hilft – derzeit besonders akut sei.

Unternehmensgruppe Hoffmann fördert auch heuer wieder den Jugendsport

Neben der Aktion „Spenden statt Geschenke“, für die heuer 50.000 Euro zur Verfügung gestellt wurden, fördert die Unternehmensgruppe seit Jahren auch den Jugendsport. Bedacht werden dabei die Vereine, die in einer Gemeinde liegen, wo Hoffmann Mineral mit dem Kieselerdeabbau aktiv ist. Deshalb dürfen sich neben den Vereinen in Neuburg, auch die in Rennertshofen und Oberhausen sowie einige im angrenzenden Landkreis Eichstätt liegende Clubs über Zuwendungen aus dem insgesamt 12.100 Euro großen Spendentopf freuen. Wie zum Beispiel die Vereine in Wellheim, Nassenfels oder Egweil.

Rund 100 Länder werden mit Produkten von Sonax bestückt. Hier hält Unternehmenschef Manfred Hoffmann ein Autoleder-Pflegemittel in der Hand. 
Foto: Manfred Rinke

Gerade direkt angrenzende Gebiete im Landkreis Eichstätt sind für Hoffmann Mineral immer schon bedeutend für den Abbau des einzigartigen Rohstoffs. Nachdem der Abbau im Bittenbrunner Wald abgeschlossen ist, konzentriere man sich, so Manfred Hoffmann, vor allem auf Bereiche nord-westlich von Neuburg. Dazu zählen neben gut Siglohe eben auch Gebiete um Gammersfeld oder Wellheim, wo die Unternehmensgruppe Hoffmann vor drei Jahren auch ihre Druckerei angesiedelt hat. Die Vorräte an Kieselerde, so der Unternehmenschef, würden derzeit für rund 30 Jahre reichen. „Da sind wir etwas zurückgefallen“, sagt Hoffmann. Deshalb würden jetzt verstärkt Bohrungen durchgeführt, um weitere Kieselerdevorkommen zu bestimmen.

Der Brexit betrifft die Unternehmensgruppe Hoffmann nicht

Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurde in den drei Inlandsgesellschaften (Hoffmann Mineral, Sonax, Duro Druck) und dem Sonaxwerk in Österreich mit den insgesamt 583 Mitarbeitern (davon 42 Azubis) ein Umsatz von rund 150 Millionen Euro erzielt. Bei Hoffmann Mineral ging der Umsatz um rund zwei Millionen Euro auf knapp 32 Millionen Euro zurück. Vor allem aufgrund der Situation in der Autobranche seien die Geschäfte in der Gummiindustrie im In- und Ausland ruhiger verlaufen, begründet Manfred Hoffmann den Rückgang. Das Minus habe Sonax allerdings ausgeglichen. Hier belief sich der Umsatz auf rund 112,5 Millionen Euro. Wenngleich das Unternehmen teils durchaus von der Zollpolitik zwischen China und den USA betroffen sei und es auch in Südamerika immer wieder mal Probleme gebe, liefen die Geschäfte gut. Vom Brexit sei die Unternehmensgruppe nicht betroffen. Der treffe hauptsächlich die Engländer selbst, sagt Hoffmann. Etwa die Branchen, die in Europa große Umsätze gemacht haben oder die Landwirte, die vom europäischen Markt abgeschnitten würden.

Die 1891 gegründete Unternehmensgruppe mit Sitz in Neuburg, die Manfred Hoffmann mittlerweile in vierter Generation führt, pflegt mit 40 Ländern einen engen Kontakt und bestückt mit Autopflegemitteln von Sonax weltweit rund 100 Länder.

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