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Neuburg/Donau

20.09.2019

Neuburg: Zug um Zug entwickelt sich der Bahnhof West

Bestens angenommen werden die derzeit 80 Stellplätze, die die Stadt am Neuburger Bahnhof von Integra gepachtet hat. Im Zuge der Entwicklung des westlichen Bahnhofgeländes könnten daraus über 200 werden. Kein Thema mehr ist wohl ein bislang angedachtes Parkhaus am Bahnhof. 
Bild: Johannes Bahr

Den Bereich Bahnhof West in Neuburg will Integra Soziale Dienste seit über vier Jahren entwickeln. Am Dienstag soll es im Stadtrat wieder ein Stück voran gehen. 

Wieder ein Stück weit voran gehen soll es auf dem Weg, den 23.000 Quadratmeter großen, schmalen Geländestreifen entlang der Gleise westlich des Bahnhofgebäudes städtebaulich zu entwickeln. Am Dienstag ist der Bereich ein Thema in der Stadtratssitzung, wo es um zwei Beschlüsse geht.

Der erste betrifft die Änderung des Flächennutzungsplanes. Um die beiden Industriebetriebe Knauf Aquapanel und Smurfit Kappa, die im südwestlichen Bereich an das Areal angrenzen, in ihrem Bestand zu schützen, soll der westliche Teil des Bahnhofsgeländes als Gewerbegebiet ausgewiesen werden. Östlich daran Richtung Bahnhofsgebäude soll ein „Urbanes Gebiet“ entstehen. „Quasi ein Mischgebiet, das unter anderem günstigen Wohnraum, Einzelhandelsgeschäfte und Büros vorsieht“, erklärt Oberbürgermeister Bernhard Gmehling. Statt eines angedachten Parkhauses im vorderen Bereich soll es zwischen 200 und 250 Stellplätze geben. Die 80 bereits bestehenden Parkplätze müssten allerdings einer Erschließungsstraße weichen, die als Verbindung von der B16 die Sehensander Straße quert und über den Ochsenweg durch das Bahnhofsgelände in Richtung Innenstadt führt. Für den Erwerb des dafür notwendigen Grundstückstreifens auf dem Bahnhofsgelände hat die Stadt ein Vorkaufsrecht. Diese Straße und die Stellplätze würden gerade im Hinblick auf den Schulneubau in Neuburg-West eine dringend notwendige Entlastung für den Sehensander Weg bedeuten.

Bedeutend ist, ob der Bereich Bahnhof West in Neuburg Sanierungsgebiet bleibt

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Dieter Moosheimer, Geschäftsführer von Integra Soziale Dienste, deren Tochterunternehmen ERV das Grundstück am Bahnhof gehört, ist mit der geplanten Aufteilung von Gewerbe- und Urbanem Gebiet absolut einverstanden. Auch die im Vergleich zu einem Parkhaus kostengünstigeren Stellplätze könne man anbieten. Die Stadt müsse nur den konkreten Bedarf nennen. Eine ganz entscheidende Frage für die Investoren ist allerdings, ob das Areal auch weiterhin den Status eines Sanierungsgebietes behält. „Wenn das nicht so wäre, müsste es eine ganz neue Kostenkalkulation geben, weil alles viel teurer kommen würde“, sagt Moosheimer. „Das würde nicht zuletzt auch den Grund und Boden für die wichtige Erschließungsstraße betreffen.“

Über die Konsequenzen ist sich auch der Rathauschef bewusst. Würde sich an der Ausweisung etwas ändern, würde alles nicht nur teurer, die Realisierung des Vorhabens, sagt Gmehling, würde auch viel komplexer. „Von mir aus sollen die Sanierungsgebiete so bleiben wie sie sind. Mein Herz hängt nicht an einer Aufhebung“, erklärt er deshalb.

Asylbewerberheim und Obdachlosenunterkunft sind kein Thema mehr für das Bahnhofsareal

Was die schon einmal angedachten Überlegungen angeht, auf dem westlichen Bahnhofsgelände auch Platz für das Asylbewerberheim zu schaffen, dessen Absiedelung vom Donauwörther Berg zwar aufgeschoben, aber nicht aufgehoben wurde, winkt OB Gmehling ab. Da stehe die zuständige staatliche Behörde wohl gerade andernorts mit einem Grundstückseigentümer in konkreten Verhandlungen. Auch als Alternative für das Obdachlosenheim, das wegen des Hochschulcampus ebenfalls seinen Standort am Donauwörther Berg räumen muss, ist das westliche Bahnhofsareal kein Thema. „Da führen wir gerade vielversprechende Verhandlungen und sind dabei auf einem guten Weg“, erklärt Gmehling.

Weitere Themen im Stadtrat:

  • „River Beats“: Kurzfilm über die Schulabschlussfeier
  • Hort Studienseminar: Anerkennung von 48 statt bisher 40 Hortplätzen
  • Bebauungsplan Heckenweg: Billigung der Planungen und Einleitung der öffentlichen Auslegung
  • Kläranlage Bergen Ergebnisvorstellung der Vorplanung mit Projektbeschluss
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