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Neuburg an der Donau

20.11.2018

Neuburg will für Toleranz und Vielfalt stehen

Freuen sich auf das Festival: (von links) Tanja Kolb (Traumtheater), Tommy Jacobsen und Lisa Hagn( Juze) sowie Patrick Rubin (Pfadfinder).
Bild: Silke Federsel

In Neuburg richtet das Jugendzentrum das erste „Bunt-ist-besser-Festival“ aus. Welche Idee sich hinter dieser Veranstaltung verbirgt.

Unter dem Motto „Bunt ist besser“ veranstaltet das Jugendzentrum Neuburg in Kooperation mit dem Traumtheater heuer erstmals ein Festival. Die Veranstaltung findet am Freitag, 23. November, ab 17.30 Uhr am Skaterplatz hinter dem Landratsamt Neuburg in den Räumen des Traumtheaters statt.

Und zu sehen beziehungsweise hören gibt es einiges: Von einer Tanzeinlage der Hip Hop Tanzgruppe bis hin zu einer Feuershow des Traumtheaters über ein Lagerfeuer und Getränke- und Popcornverkauf ist ein buntes Programm geboten.

Mit dabei sind auch zahlreiche Bands der unterschiedlichsten Musikrichtungen. Rotopress aus Neuburg etwa präsentieren Jazz und Latin, Die Nüsse aus Rosenheim Deutschpop, The Van Tessels aus Neuburg spielen Soul-Pop, die Pawn Painters aus Schrobenhausen Alternative/Indie und die Donkeyhonk Company mit ihren Mitgliedern aus Aichach und Neuburg wird bayrischen Folk-Blues-(Punk-)Rock zum Besten geben. Zwischen den Auftritten werden verschiedene Poetry-Slammer ihre Texte präsentieren.

Mit dem Festival setzt man sich gegen Rassismus ein

Die Idee für das „Bunt-ist-besser-Festival“, mit dem man sich für Vielfalt und gegen Rassismus einsetzt, stammt von Juze-Leiterin Lisa Hagn und ihren Kollegen Tommy Jacobsen und Magdalena Schmid. „Wir dachten, dass es angesichts der politischen Lage schön wäre, auch einmal ein Statement vonseiten der Jugend zu setzen“, erklärte Lisa Hagn. 

Unterstützung bekamen die Juze-Mitarbeiter auch recht schnell von Tanja Kolb vom Neuburger Traumtheater und auch viele weitere helfende Hände waren rasch gefunden – ob nun bei den Pfadfindern oder aber auch bei den Jugendleihen, die regelmäßig das Juze beziehungsweise das Traumtheater besuchen. „Es ist schön, dass wir unsere Kräfte in der Jugendarbeit hier bündeln können“, sagt Tanja Kolb.

Neuburg sei so bunt wie kaum eine andere Stadt

Mit der Gemeinschaftsunterkunft für Asylbewerber, die es seit den 1970er Jahren gibt und ihren Bewohnern, sei Neuburg „so bunt wie kaum eine andere Stadt“, meint Kolb. „Hier funktioniert das Zusammenleben“, betont sie. Es wäre daher auch schön, auf einem Fest zu zeigen, dass jeder Mensch unterschiedliche Qualitäten und Talente hat und dass man gemeinsam viel bewegen kann. Außerdem ist sie begeistert von der Idee, dass man auch so den jungen, regionalen Bands eine Plattform bieten kann.

„Ich denke, das wir beim Programm und bei den Bands eine gute Mischung gefunden haben“, sagt Tommy Jacobsen. Wie das Festival, das heuer erstmals stattfindet, angenommen wird, davon möchten sich die Verantwortlichen einfach überraschen lassen. In den sozialen Medien wurde die Veranstaltung aber schon oft geteilt und auch zahlreiche Zusagen haben die Juze-Mitarbeiter schon erhalten. „Wir hoffen jetzt einfach auf einen schönen Abend“, sagte Lisa Hagn.

Wohin die Einnahmen des Festivals gehen ist schon entschieden

Und auch auf einen guten Umsatz: denn sämtliche Einnahmen werden die Verantwortlichen der Organisation „Exit“ spenden. Dies ist eine Initiative, die Menschen hilft, mit dem Rechtsextremismus zu brechen und sich ein neues Leben aufzubauen.

Wenn das Festival gut läuft, dann können sich alle vorstellen, es regelmäßig stattfinden zu lassen und vielleicht auch größer aufzuziehen oder auf den Sommer zu verlegen. „Wir sind für Feedback immer offen“, sagte Lisa Hagn.

Der Eintritt für das „Bunt-ist-besser-Festival“ beträgt drei Euro. Getränke werden von den Pfadfindern der DPSG Neuburg verkauft.

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