Newsticker
RKI-Chef Wieler: "Wird noch schwieriger, das Virus im Zaum zu halten"
  1. Startseite
  2. Lokales (Neuburg)
  3. Neuburger Firmlinge empfangen Sakrament in Heilig Geist-Kirche

Neuburg

08.11.2020

Neuburger Firmlinge empfangen Sakrament in Heilig Geist-Kirche

In diesem Jahr war Domkapitular Andreas Magg als Firmspender von Augsburg nach Neuburg gekommen.
Bild: Julia Abspacher

Plus Am Freitag und Samstag empfingen 70 junge Menschen in Neuburg das Sakrament der Firmung. Eigentlich hätte der Gottesdienst bereits im Mai stattfinden sollen. Ein Gutes hatte die Verspätung aber dann doch.

Sechs Monate mussten sie warten, die Firmlinge der Pfarreiengemeinschaft St. Peter und Hl. Geist. Eigentlich hätte der große Tag der jungen Leute schon im Mai stattfinden sollen. coronabedingt aber wurde nichts aus einer Feier am eigentlich vorgesehenen Termin. Pastoralassistentin Michaela Hertl, die in diesem Jahr zum ersten Mal bei der Organisation das Heft in der Hand hielt, musste einiges umplanen, damit die Firmung überhaupt stattfinden konnte.

Am vergangenen Freitag und Samstag nun aber war es so weit, in drei separaten Gottesdiensten wurden die rund 70 Nachwuchschristen gefirmt. Die Pfarreiengemeinschaft gab sich alle Mühe, dass trotz der ungewohnten Umstände Feierlichkeit und Herzlichkeit nicht zu kurz kamen. Ein Vorteil des verspäteten Termins: Nachdem die Sanierungsarbeiten seit Kurzem abgeschlossen sind, konnten die Gottesdienste in der frisch renovierten Heilig Geist-Kirche stattfinden.

Maskenpflicht und Abstand waren am Freitag und Samstag in der Pfarrkirche Heilig Geist angesagt.
Bild: Julia Abspacher

Einiges war neu an diesem Wochenende. Weil nicht alle Firmlinge gleichzeitig in die Kirche gepasst hätten, teilte die Pfarreiengemeinschaft den Jahrgang in drei Gruppen auf. In jeder zweiten Reihe saß ein Firmling samt Familie und Pate oder Patin, die Maske blieb auf und der Abstand war gewahrt. Die musikalische Umrahmung mit Orgel und Musikgruppe (Pauline Georgiev, Christian Wohlhüter, Max Höringer und Andreas Strahl) von der Empore aus sorgte für festliche Stimmung.

Als Firmspender war in diesem Jahr Domkapitular und Diözesan-Caritasdirektor Andreas Magg für zwei Tage aus Augsburg nach Neuburg gekommen, den Stadtpfarrer Herbert Kohler als alten Bekannten herzlich begrüßte. Magg freute sich, dass er die jungen Christen bei diesem wichtigen Schritt, mit dem sie in den Augen der Kirche erwachsen werden, begleiten durfte. Damit kämen Verantwortung, aber vor allem auch viele Möglichkeiten auf sie zu.

Firmung in Neuburg: Ellbogen-Check statt Friedensgruß

In seiner Predigt richtete er sich direkt an die jungen Firmlinge und betonte, dass Gott, auch wenn er sie durch ihr Leben begleitet, ihnen doch immer die Freiheit ließe, selbst zu entscheiden, was genau sie damit anfangen wollen. „Er traut euch viel zu.“ Wesentliches im Leben könne man nicht auf andere übertragen. Auch glauben beispielsweise müsse man selbst.

Zur Spende der Firmung kam jeder Firmling mit Pate oder Patin einzeln nach vorne, manch einer schüchtern, manch einer schon selbstbewusst. Ein Namensschild verriet Magg den Namen, damit die Kinder nicht sprechen mussten und dafür für ein Foto ihre Maske abnehmen durften. Die Salbung mit Chrisam-Öl erfolgte per Wattestäbchen, der Segen wurde nicht mit einem gesprochenen Amen, sondern einem kräftigen Kopfnicken bestätigt, und ein Ellenbogen-Check ersetzte den Friedensgruß.

Nachdem alle Firmlinge an die Reihe gekommen waren, fragte Magg die Jugendlichen, was ein ordentlicher Christ denn nun nach seiner Firmung machen würde. Nachdem sich niemand traute, zu antworten, löste er das Rätsel auf: „Feiern“. Die Gefirmten sollten sich hochleben lassen – so gut das zurzeit eben gehe.

Lesen Sie dazu auch:

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren