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Neuburg

11.12.2020

Neuburger Rotarier zeigen sich auch in schwieriger Zeit spendabel

Spendenübergabe vor dem zurzeit gesperrten Jugendraum im Bürgerhaus Ostend (v. l.): Tanja Kolb vom Traumtheater, Bürgermeister Bernhard Gmehling, die Rotarier Heinz Richter und Markus Ring sowie Stadtteilmanager Jürgen Stickel.
Bild: Annemarie Meilinger

Plus Der Rotary Club Neuburg unterstützt erneut die Integrationsarbeit des Stadtteilmanagements im Bürgerhaus Ostend und das Jugendprojekt „Traumtheater“. Unterstützung erhielt aber noch ein weiteres erfolgreiches Projekt.

Im Bürgerhaus Ostend ist zur Zeit wenig los. Der Jugendtreff ist gesperrt. Jürgen Stickel, der Leiter, hat als sichtbares Zeichen dafür rot-weißes Flatterband über die Fenster geklebt. Im Erdgeschoss, wo es normalerweise Mittagstisch gibt, wird gerade die Küche aufgeräumt. Es gab zwar Essen, aber „to go“, im Bürgerhaus darf sich niemand treffen.

Jetzt kamen dort trotzdem fünf Leute zusammen: zwei Vertreter der Neuburger Rotarier, der derzeitige Präsident Dr. Markus Ring sowie Heinz Richter in seiner Funktion als Vorsitzender des Rotary Hilfswerks Neuburg, treffen auf Tanja Kolb, die Leiterin des Traumtheaters, sowie Oberbürgermeister Bernhard Gmehling und Jürgen Stickel. Der Grund des Treffens ist die Übergabe der Jahresspende des Rotary Clubs, die allerdings eher symbolisch ist, weil längst überwiesen: 6000 Euro erhält das Stadtteilmanagement Neuburg-Ostend – so viel wie in den vergangenen sieben Jahren – zur Unterstützung der Integration von Jugendlichen ausländischer Herkunft.

Rotarier Neuburg: Seit 2005 ist schon viel Geld geflossen

Insgesamt sind seit 2005 schon über 80.000 Euro in diese Richtung geflossen. „Die Unterstützung der Jugend- und Integrationsarbeit des Vereins ist für uns von Anfang an ein Leuchtturmprojekt“, sagte Heinz Richter und Markus Ring betonte, dass „man das Projekt langfristig weiter unterstützen wird, weil dort viel Gutes getan wird“. Auch OB Gmehling gab seiner Freude über die Spende der Rotarier Ausdruck. „Weil die Projekte damit größeren Spielraum haben, denn nicht alles kann mit städtischen Geldern gefördert werden.“

Stadtteilmanager Jürgen Stickel berichtete über die derzeit schwierige – weil kontaktarme – Situation im Bürgerhaus. „Nur 1:1-Termine gehen und natürlich das Angebot, online Kontakt aufzunehmen“, so Stickel. Während des Lockdowns wären die Mitarbeiter per WhatsApp und Instagram geradezu „bombardiert“ worden. Trotz aller Einschränkungen „sind wir weiterhin nah am Jugendlichen dran“ so der Sozialarbeiter, der landkreisweit mit in der Jugendarbeit tätigen Kollegen vernetzt ist. Für ein neues Projekt hätten sechs Jugendliche ein zehnstündiges Online-Coaching absolviert, um „die Firma“ auf die Beine zu stellen. Zusammen mit Studenten der TU München ist das Projekt in Vorbereitung, Genaueres wird bis zum Start aber noch nicht verraten.

Tanja Kolb vom Traumtheater Neuburg berichtet von erfolgreicher Nähaktion

Tanja Kolb, die mit ihrem Jugendprojekt „Traumtheater“ von Anfang an durch den Rotary-Club finanziell unterstützt wird, berichtete über die erfolgreiche Masken-Nähaktion des Traumtheaters. 10.800 Mund-Nasenschutz-Masken haben die Jugendlichen auf zehn Nähmaschinen genäht und damit wertvolle Erfahrungen gemacht: „Wir können nicht nur kreativ und Bespaßung, sondern auch helfen und machen.“ Dass die Masken so begehrt waren, habe die Jugendlichen stolz gemacht. Trotzdem, so hofft Tanja Kolb, „freuen wir uns, wenn wir wieder in den Normalmodus kommen“. Im Gespräch mit Bernhard Gmehling erfuhr Tanja Kolb auch, dass die städtischen Räume, die Traumtheater und Volkstheater nutzen, aus dem Planungsbereich des neuen Hochschul-Campus ausgenommen sind – was sie mit sichtbarer Erleichterung quittierte.

Auch der SKM, hier Vorsitzender Johann Stumpf (rechts) mit Markus Ring, erhielt vom Rotaryclub eine Spende.
Bild: amei

Der Rotary-Club unterstützt seit vielen Jahren auch die wichtige und erfolgreiche Arbeit des Katholischen Vereins für soziale Dienste Neuburg (SKM), der eine Beratungsstelle für Wohnsitzlose und Straffällige betreibt. Der Vorsitzende des Vereins, Johann Stumpf, konnte die Spende von 1000 Euro von Präsident Dr. Markus Ring und Heinz Richter entgegennehmen.


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