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Neuburger Stadtwerke senden fatales Signal nach außen

Neuburger Stadtwerke senden fatales Signal nach außen
Kommentar Von Gloria Geissler
16.10.2019

Die Neuburger Stadtwerke vereinfachen ihre Tarifstruktur und reduzieren die Preise.

Wie muss sich wohl der Mitarbeiter fühlen, dessen Kündigung zu Hause auf dem Küchentisch liegt, wenn er heute die Zeitung aufschlägt und liest, dass sein Arbeitgeber die Preise für die Badegäste reduziert? Auf den Arm genommen, um es gelinde zu formulieren. Sein Arbeitsplatz muss aus finanziellen Gründen eingespart werden, während im Gegenzug das Baden billiger wird. Wie passt das zusammen? Zumal dies ohne Not passiert. Abgesehen von den üblichen Nörglern, richtete sich die meiste Kritik nämlich nicht gegen die Preise, sondern gegen die Badezeiten. Hier haben sich die Stadtwerke ein ordentliches Eigentor geschossen.

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Die Signalwirkung nach außen ist fatal – auch hinsichtlich der noch ausstehenden Verfahren der Gekündigten vor dem Arbeitsgericht. Ebenso fatal ist, dass sich niemand die Tarifanpassung durchgerechnet hat, wie Werkleiter Richard Kuttenreich und auch Werkreferent Roland Harsch zugeben müssen. Keiner weiß, wie sich die Tarifanpassung finanziell auswirkt. Und auch keinen einzigen der Werkausschussmitglieder scheint das zu interessieren, zumindest kam keine derartige Nachfrage. Und das bei einer ohnehin schwer defizitären Sparte! Mit Verlaub: Wer auf diese Weise ein Geschäft in der freien Wirtschaft führen würde, wäre längst pleite!

Die Tarifanpassung war ein Schnellschuss, die in der öffentlichen Meinung alle Einsparmaßnahmen ad absurdum führt. Ein Armutszeugnis für Werkleitung und Ausschuss und ein weiteres Glied einer langen Fehlerkette.

Lesen Sie dazu den Artikel "Baden im Neuburger Parkbad wird billiger"

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