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Neuburg

22.02.2021

Neuburger Wirt lässt Gäste ins Lokal: Nun droht ihm ein hohes Bußgeld

Seit November müssen die Gaststätten geschlossen bleiben
Bild: Julian Leitenstorfer (Symbolfoto)

Plus Eigentlich wollte er damit über die Runden kommen. Weil er gegen die Corona-Regeln verstoßen hat, droht einem Neuburger Gastronom nun jedoch ein hohes Bußgeld.

Die derzeitige Situation ist für die Gastwirte nicht einfach. Seit mittlerweile vier Monaten müssen sie ihre Restaurants, Kneipen und Cafés geschlossen halten und dadurch auf Einnahmen verzichten. Der Großteil hält sich daran. In Neuburg hat jedoch laut Polizei am vergangenen Sonntag ein Wirt gegen die Corona-Regeln verstoßen.

Wirt in Neuburg verstößt gegen Corona-Regeln: Der Haupteingang war verschlossen

Als die Beamten den Gaststättenbetrieb in der Schießhausstraße gegen 16.30 Uhr kontrollierten, befanden sich sieben Gäste im Lokal. Der Wirt hatte sie über die Hintertüre hereingelassen. Von außen sollte durch den verschlossenen Haupteingang der Anschein erweckt werden, als sei niemand da. Die Tarnung flog jedoch auf: Menschen haben die Zusammenkunft im Gastraum beobachtet und telefonisch die Polizei verständigt. Die sieben Gäste aus unterschiedlichen Haushalten saßen auf zwei Tische verteilt, ohne auf Abstand zu achten.

„Der Wirt war sich bewusst, dass er gegen die Beschränkungen verstößt, sagte aber, dass er irgendwie über die Runden kommen muss“, teilt Lisa Hüttel von der Neuburger Polizei mit. Gegen alle Anwesenden wurde ein Bußgeldverfahren eingeleitet. Außerdem wurde der Lokalbetrieb eingestellt. Der Fall wurde, wie üblich, an das Landratsamt Neuburg-Schrobenhausen übergeben.

Laut Hüttels Kollegen Thomas Kult war es in Neuburg der erste Verstoß dieser Art seit dem Lockdown im November. „Sonst gab es nur einige Verstöße bei privaten Zusammenkünften“, sagt er. Nach dem bayerischen Bußgeldkatalog muss der Wirt nun mit einer Strafe von 5000 Euro rechnen.

Trotz warmer Temperaturen nicht mehr Verstöße als sonst

Trotz der frühlingshaften Temperaturen haben am vergangenen Wochenende nicht mehr Menschen als an den Wochenenden davor gegen die Kontaktbeschränkungen verstoßen, obwohl vor allem am Donau-Ufer und dem Englischen Garten wieder einiges los war. „Die Leute treibt’s zwar raus“, sagt Kult, „es gab aber kein erhöhtes Polizeiaufkommen.“ Vor allem Gruppenbildungen seien ein regelmäßiges Problem, wenn also Menschen aus mehreren Haushalten nah zusammenstehen und den Mindestabstand von 1,50 Meter nicht einhalten.

Sie sind oft die Vorboten des Frühlings: die Schneeglöckchen.
Bild: Karl-Josef Hildenbrand, dpa (Symbolfoto)

Nach wie vor dürfen sich Menschen nur mit einer nicht im eigenen Hausstand lebenden Person treffen. Kult zeigt sich aber insgesamt zufrieden mit den Neuburgern: Im Großteil seien sie vernünftig und halten sich an die Regeln.

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