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Neuburg

15.10.2017

Neuburgs unbekannte Seiten

Volker Möller, ehemaliger Mitarbeiter der Neuburger Rundschau und leidenschaftlicher Fotograf, bei der Ausstellungseröffnung.
Bild: Silke Federsel

Fotograf Volker Möller lenkt den Blick der Besucher auf Alltägliches und will deren Fantasie anregen.

Das prächtige Schloss im Sonnenschein, dazu die Donau oder auch der Karlsplatz und die Altstadt: das sind die klassischen Aufnahmen, die man zur Genüge von Neuburg findet. Doch verrosteten Verkehrsschildern, einer Rutschbahn auf dem Spielplatz oder einem Feldweg in der Ottheinrichstadt schenkt man normalerweise wenig Beachtung, ja geht eigentlich einfach achtlos daran vorbei. Fotograf Volker Möller allerdings hat sich genau diesen Motiven angenommen, die man im Alltag gerne einmal übersieht. “Neuburg – einmal anders“ heißt deshalb seine neueste Fotoausstellung, in der er einen völlig neuen Blick auf seine Heimatstadt wirft. 27 Aufnahmen sind es, die man derzeit im Café Wort.Schatz betrachten kann. Sie alle sind im Laufe der letzten zwei Jahre entstanden, wenn Möller sich mit seiner Kamera zu einem Spaziergang aufgemacht hat.

Auf die Idee, zunächst völlig belanglos erscheinende Dinge gekonnt in Szene zu setzen, kam er aus mehreren Gründen. „Nach 44 Jahren in dieser wunderbaren Stadt finde ich die Postkartenansichten von Neuburg reichlich fad“, sagte er. Bei der Überlegung, wie er andere Ansichten der Stadt zeigen könnte, fiel ihm ein Gespräch mit dem mittlerweile verstorbenen Künstler Alf Lechner ein. Als Möller ihn einmal fragte, was dieser mit seinen abstrakten Stahlskulpturen aussagen möchte, antworte der Künstler, er wolle damit die Fantasie des Betrachters anregen. Und genau das möchte Möller auch mit seiner Fotoausstellung bewirken, erklärte er.

Volker Möller hat in seinem Leben als Journalist und Fotograf unzählige Aufnahmen gemacht. Seine Leidenschaft für die Fotografie begann aber schon weitaus früher. Im Alter von 13 Jahren fing er damit an – motiviert wurde er von zwei seiner Mitschüler, mit denen er ein Internat in Hessen besuchte und die damals bereits fotografierten. Einer von ihnen, Arved von der Ropp, war mit seiner Frau extra aus dem Chiemgau angereist und besuchte seinen alten Schulfreund bei dessen Ausstellungseröffnung.

Da Möller im Jahr 1957 die Fotografie für sich entdeckte, könne er heuer eigentlich sein 60-jähriges Jubiläum als Fotograf feiern, sagte er. Nach wie vor sei die Fotografie für ihn ein wichtiger Bestandteil seines Lebens, mittlerweile sogar wichtiger als früher, denn mit 73 Jahren könne er sich nun frei von beruflichen Verpflichtungen den Motiven widmen, die ihn tatsächlich interessieren. Für das Fotografieren würde er daher auch gerne andere begeistern. „Greifen Sie zur Kamera, denn das Fotografieren öffnet Ihnen die Augen. Motive gibt es in Neuburg schließlich genug“, riet Möller seinen Besuchern bei der Vernissage, bei der seine Ehefrau Faniza einige Gedichte über Neuburg und die Donau präsentierte.

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