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Marienheim

10.01.2020

Neue Fischrechte für den Verein

Der Vorsitzende des Fischereivereins zog sein Fazit für 2019. Welche Rolle PFC dabei spielt

Im Jahr 2019 wurde investiert, organisiert und vor allem geangelt: Der Fischereiverein Neuburg zog auf seiner Hauptversammlung Bilanz über das vergangene Jahr und gab Ausblicke über kommende Aktivitäten.

Vorstand Wolfgang Bachhuber bezeichnete das vergangene Jahr als „wirtschaftlich erfolgreich“. So konnte es sich der Verein leisten, beispielsweise einen neuen Anhänger und einen Defibrillator zu kaufen. Die größte Investition stellte allerdings der Kauf des Fischrechts Bauerwasser dar. Außerdem wurden der Uferrückbau an der Donau bei Bertoldsheim beendet und Wasserbausteine entfernt. Für die Zukunft erwartet Bachhuber keine größeren Anschaffungen und lobte den Fleiß und den Zusammenhalt im Verein. Dieser zählt 490 aktive und passive Mitglieder, darunter 40 Jugendliche. Die Warteliste für neue Mitglieder sei sehr lange. Ebenso wurden auf der Hauptversammlung die neuen Karten zur Angelberechtigung ausgegeben.

Probleme sieht Gewässerobmann Hans Eser aktuell vor allem darin, dass Bachforellen aufgrund des sinkenden Sauerstoffgehalts und steigender Wassertemperaturen weiterziehen und die Gewässer des Neuburger Fischereivereins verlassen. Dagegen wurden im Jahr 2019 verschiedene Maßnahmen ergriffen. So setzte der Verein beispielsweise mittels eines Brutboxsystems die Forellen im Eistadium in die Gewässer ein. Doch auch der Kormoran macht dem Forellenbestand als natürlicher Feind zu schaffen. „Findet er einmal einen Weiher, so fischt er beträchtliche Bestände daraus weg“, bedauert Eser. Zuletzt stelle die Sedimentierung durch Feinablagerung aus der Umwelt eine Herausforderung dar, da dadurch das natürliche Laichen der Fische erschwert würde.

Aktuell hat der Verein die Fischereirechte auf die beiden Kiesweiher in Weichering und einen weiteren in Zuchering, einige Nebengewässer und große Teile der Donau von Bertoldsheim bis Bergheim. Die Pachten wurden für die nächsten zehn Jahre verlängert. Derzeit arbeitet der Verein an der möglichen Umsetzung des Schlüsselprojektes Nummer acht „Lebensraum Bayerische Donau“, durch welches die Auwälder erhalten und Altwasser rekultiviert werden sollen.

Spannend wird es in nächster Zeit aufgrund von drei Karpfen aus Neuburger Gewässern. Bachhuber hatte diese zehn bis 15 Pfund schweren Tiere vor rund drei Monaten zur Verfügung gestellt, um sie in Erlangen auf PFC testen zu lassen. Noch habe er aber keine Ergebnisse. (nr)

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