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27.06.2009

Neue Turnhalle und Klassenzimmer

Schrobenhausen 3,1 Millionen Euro steckt der Landkreis in die Franz-von-Lenbach-Realschule in Schrobenhausen. Dort sollen eine neue Doppelturnhalle und vier weitere Klassenzimmer entstehen. Das hat der Kreis-Bauausschuss in seiner Sitzung am Donnerstag quasi im Schnellverfahren entschieden.

Auf der Agenda stand zunächst nur die Sanierung der bestehenden Turnhalle. Doch weil es in der Knabenrealschule mehr als eng zugeht, wurde gleichzeitig ein Ausbau der Klassenräume angedacht. Momentan werden laut Markus Laumer von der Kreis-Bauverwaltung sieben Räume als Klassenzimmer genutzt, die ursprünglich nicht dafür vorgesehen waren. Dazu müssen die Kinder in Container, in Keller- und Freizeiträume ausweichen.

Derzeit gibt es 23 Klassen in der Franz-von-Lenbach-Schule. Gehen die Schülerzahlen wie prognostiziert zurück, würde sich die Anzahl der Klassen auf 18 einpendeln, rechnete Laumer vor. Selbst in diesem Fall würden die vorhandenen "echten" Klassenzimmer nicht ausreichen.

Insgesamt wurden den Kreisräten vier Planungsvarianten vorgestellt:

Neue Turnhalle und Klassenzimmer

Sanierung der bestehenden Turnhalle: Die Kosten einschließlich einer energetischen Modernisierung belaufen sich auf 1,9 Millionen Euro. Bei der Förderung von rund 900 000 Euro müsste der Landkreis noch knapp eine Million Euro bezahlen. Nachteile: Die jetzige Turnhalle wäre nach den Worten von Laumer bautechnisch nur schwer zu dämmen, und das Preis-Leistungs-Verhältnis ist relativ hoch.

Neubau einer Einfachturnhalle: Die Kosten einer neuen Halle in der Größe der jetzigen wären genauso hoch wie bei einer Sanierung. Dazu kommen lediglich 150 000 Euro für den Abriss der jetzigen Halle und 50 000 Euro für das Versetzen der Trafos. Nachteil: Die Turnhalle reicht nur aus, um etwa 40 Prozent des vorgegebenen Sportunterrichts zu erteilen.

Neubau einer Doppelturnhalle: Hier liegen die Kosten für den Neubau bei rund 3,5 Millionen Euro. Allerdings müssen in diesem Fall die Fahrradabstellplätze (sie sollen überdacht werden) und die Parkplätze versetzt werden. Kosten: 200 000 Euro. Abzüglich einer Förderung von gut 1,4 Millionen Euro bleiben für den Landkreis noch 2,5 Millionen Euro. Bei einer Zweifachturnhalle kann der Sportunterricht immerhin zu 80 Prozent abgedeckt werden.

Neubau einer Doppelturnhalle inclusive weiterer Klassenräume: Den Bau von vier Klassenzimmern, die auf der Halle errichtet werden sollen, setzt Markus Laumer mit maximal 950 000 Euro an. Zusammen mit den Kosten für die Doppelturnhalle und einer Fördersumme von 1,7 Millionen Euro muss der Landkreis noch 3,1 Millionen Euro zahlen.

Trotz hoher Kosten waren sich die Kreisräte schnell einig, dass die Realschule dringend neue Klassenräume braucht. "Natürlich müssen wir wieder bluten", machte Kreisrat Reinhardt Reißner deutlich, "aber wir müssen Verhältnisse schaffen, die in die Zukunft weisen - gerade im Hinblick auf den Ausbau der Nachmittagsbetreuung."

Einen kritischen Ton schlug Karlshulds Bürgermeister Karl Seitle an. Er sah sich einem Fall gegenüber, bei dem - wieder einmal - Geld aus den Gemeinden in eine Stadt fließt. Er monierte, dass bei den geplanten Umbaumaßnahmen an den FOS/Wirtschaftsschule wegen 500 000 Euro der Gürtel enger geschnallt wurde, wogegen jetzt offensichtlich drei Millionen Euro kein Problem seien.

Noch sind für das Projekt keine Haushaltsmittel bereitgestellt. Das soll im Juli passieren, wenn der Kreistag den Nachtragshaushalt genehmigt.

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