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Neuburg

29.12.2020

Neue Wege: Wie Sternsinger in Neuburg zu den Menschen kommen

Ein Sternsinger-Besuch trotz Lockdown? Das geht! Digital und mit Besuchen in den Gottesdiensten können sich die Menschen den Segen abholen. Der Besuch an der Haustüre ist heuer nicht möglich.
Bild: Kindermissonswerk

Plus Coronabedingt wird die Sternsingeraktion 2021 etwas Neues sein. Die Organisatoren in Neuburg haben sich neue Wege einfallen lassen, damit der Segen zu den Menschen kommt.

Der Weihrauch-Duft liegt oft noch Stunden später in der Luft. Doch in diesen Jahr wird er nicht in die Häuser und Wohnungen hinein wehen. Die Sternsinger, die normalerweise am Jahresanfang von Haus zu Haus ziehen, um – umhüllt von Weihrauch – an den Türen den Segen anzubringen, können heuer coronabedingt nicht losziehen. Viele Menschen werden vergeblich auf die Heiligen Drei Könige warten.

Sehr schade findet das auch die Gemeindereferentin der Pfarreiengemeinschaft Neuburg, Anne Strahl: „Das ist eigentlich ein sehr wichtiger Dienst.“ Nicht nur von kirchlicher Seite, sondern auch im Sinne der Spenden. Caspar, Melchior und Balthasar nehmen bei ihren Touren immer auch Spenden entgegen. Rund 25.000 Euro waren es 2020 allein in der Pfarreiengemeinschaft St. Peter und Heilig Geist, wie Strahl berichtet, rund 13.000 in St. Ulrich. „Da fehlt heuer natürlich eine riesige Summe an Spendengeldern“, sagt Hubert Seitle, Diakon von St. Ulrich. Seine Pfarrei spendet das Geld seit vier Jahren komplett an die Missionsarbeit des Neuburger Paters Gerhard Lagleder in Afrika. Die Pfarreiengemeinschaft Neuburg teilt die Spenden auf, ein Teil geht an das Sternsingerhilfswerk, ein Teil aber auch an lokale Hilfsprojekte, die vom Sternsingerhilfswerk geprüft sind, wie zum Beispiel das Projekt von Urlaubspfarrer John Kyazze in Uganda.

Die Sternsinger-Aktion bringt jedes Jahr viele Spenden ein

Die Pfarreien hoffen auf Online-Spenden in diesem Jahr. Die Bankdaten (siehe Infokasten) liegen in Form von Flyern oder Spendentüten in den Kirchen aus. Außerdem werden die Sternsinger die Gottesdienste am Sonntag, 3., und Mittwoch, 6. Januar, besuchen, dort den Segen sprechen und die geweihten Aufkleber mit den Sternsinger-Segenszeichen verteilen. Von den Diözesen gibt es virtuelle Segen der Sternsinger, auch der Eröffnungsgottesdienst am Dienstag fand online statt.

Anne Strahl und Hubert Seitle organisieren die Sternsinger-Aktion für die Pfarreiengemeinschaft Neuburg und St. Ulrich.
Bild: Kindermissonswerk

Die Aktion Dreikönigssingen steht heuer unter dem Motto „Segen bringen, Segen sein. Kindern Halt geben – in der Ukraine und weltweit“. Im Beispielland Ukraine müssen viele Kinder lange von ihrem Vater, ihrer Mutter oder beiden getrennt leben, weil diese im Ausland arbeiten. Die Sternsingeraktion nimmt sie in den Blick: Sie zeigt auf, warum Eltern zum Arbeiten ihre Heimat verlassen müssen und was das für die Kinder bedeutet.

Träger der Aktion des Dreikönigssingens sind das Kindermissionswerk „Die Sternsinger“ und der Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ). Seit ihrem bundesweiten Start 1959 hat sich das Sternsingen zur weltweit größten Solidaritätsaktion von Kindern für Kinder entwickelt. Rund 1,19 Milliarden Euro wurden seither bundesweit gesammelt, mehr als 75.600 Projekte für Kinder in Afrika, Lateinamerika, Asien, Ozeanien und Osteuropa unterstützt.

Menschen können online spenden

Wer spenden möchte, kann das tun an:

Katholische Kirchenstiftung Hl. Geist,

IBAN: DE18721520700000560219, Verwendungszweck: Sternsinger 2021 oder online unter www.spenden.sternsinger.de/c85ukech

St. Ulrich, IBAN: DE95370601930000001031, Verwendungszweck: Stern. Die Projektnummer beim Kindermissionswerk: D190151006 oder online unter www.sternsinger.de/spenden

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