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Berufsschule

08.11.2017

Neues Schülerwohnheim

Hinter den Containern an der Monheimer Straße soll das neue Schülerwohnheim entstehen.
Bild: Marcel Rother

Derzeit wohnen die Jugendlichen und jungen Erwachsenen in Containern. Ab 2019 bekommen sie eine neue Heimat. Heute spricht der Bauausschuss über den Bauantrag

Die Tage der Container sind gezählt. Sie haben gute Dienste geleistet, sind aber bald an der Grenze ihrer Belastbarkeit angekommen. Höchste Zeit also, dass der Bauausschuss der Stadt Neuburg morgen grünes Licht für den Bau eines neuen Schülerwohnheims auf dem Gelände der Berufsschule in der Monheimer Straße gibt.

Seit Jahren plant der Landkreis die neue Einrichtung, jetzt ist der Bauantrag unter Dach und Fach. Entstehen soll für 7,2 Millionen Euro ein Komplex, der 120 Schüler beherbergen kann. Auch eine Mensa wird angeschlossen mit 140 Sitzplätzen. Geplanter Baubeginn ist im März 2018, zum Schuljahr 2019/20 soll alles bezugsfertig sein.

Bisher wohnen die Auszubildenden, bei deren Lehrberuf der Sprengel so groß ist, dass sie wochenweise einpendeln oder im Blockunterricht beschult werden, im Container neben der Berufsschule beziehungsweise in der Jugendübernachtungsstätte „Just“ in der Fünfzehnerstraße. Heuer musste der Kreisjugendring (KJR) als Betreiber der Schülerwohnheime extra ein Boardinghaus anmieten, um dem Ansturm gerecht zu werden. KJR-Geschäftsführer Guido Büttner erklärt: „Allein die Bahn hat in diesem Jahr – nach dem Axt-Anschlag – eine ganze Klasse gefüllt mit Azubis für Schutz und Sicherheit. Und auch bei den Baugeräteführern herrscht derzeit Hochkonjunktur.“ Über 22000 Übernachtungen hatte der KJR im Jahr 2017, davon 25 junge Erwachsene im Boardinghaus, 30 in der „Just“ und 60 in den Containern an der Berufsschule. Diese hat der KJR wohnlich hergerichtet, als das Sonderpädagogische Förderzentrum, das inzwischen Dr.-Walter-Asam-Schule heißt, von den Containern in den nebenan errichteten Neubau gezogen war. Doch allzulange wird es in den Containern nicht gut gehen, dessen ist sich Büttner sicher: „In spätestens drei Jahren sind die durch.“ Deswegen setzt er sich schon lange für den Bau eines neuen Schülerwohnheims ein.

Ob der KJR den Zuschlag als Betreiber für den neuen Komplex bekommen wird, steht auf einem anderen Blatt. „Die Trägerschaft muss ganz neu ausgeschrieben werden“, sagt Büttner, „aber der KJR wird sich in jedem Fall bewerben. Wir haben bereits eingespieltes Personal, die Logistik und große Erfahrung.“

Bei der Planung hat der KJR beim Landratsamt bereits mitgeholfen und seine Ideen und Vorschläge miteingebracht. „Uns sind natürlich Sozialräume und genügend Freizeitmöglichkeiten wichtig“, sagt der KJR-Geschäftsführer. Nicht alles hat der Kreistag als beschließendes Gremium aus Kostengründung auch so genehmigt. Dennoch ist ein guter Plan entstanden, wie Büttner findet. Blickfang des einstöckigen Übernachtungsheimes ist ein rechteckiger Innenhof, der dem circa 48 mal 34 Meter großen Komplex, der östlich der Berufsschule und der Dr.-Walter-Asam-Schule entstehen wird, eine besondere architektonische Sprache verleiht.

Sollte der KJR den Zuschlag für das neue Schülerwohnheim bekommen, wird er die „Just“ aber trotzdem weiter behalten, denn es gebe oft Anfragen für Jugendübernachtungen, die der Kreisjugendring wegen der Auslastung durch die Schüler meist ablehnen muss.

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