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Kirche

28.05.2019

Neun Stunden mit sich und Gott

Sie haben es geschafft! Hier biegt der Pilgerzug vom Kreuzweg zur Basilika ein.
Bild: Peter Maier

Ab sofort sind Anmeldungen für die Wallfahrt von Bertoldsheim nach Wemding am 16. Juni möglich

Je früher sich die Pilger anmelden, umso mehr erleichtern sie den Organisatoren die Arbeit. Gemeint ist die 44. Auflage der Oberhausener Fußwallfahrt zur Gnadenbasilika Maria Brünnlein am Sonntag, 16. Juni. Auf der rund 40 Kilometer langen Strecke, ab der Bertoldsheimer Staustufe sind die Wallfahrer knapp neun Stunden auf Schusters Rappen unterwegs. Weil dies kein Pappenstiel ist, wollen die Planer der Wallfahrt den Gläubigen ihre Pilgerschaft so angenehm wie möglich machen.

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Logistisch ist die Oberhausener Wemding-Wallfahrt inzwischen ein anspruchsvolles Unterfangen, denn in der Spitze machten sich in der Vergangenheit rund 700 Wallfahrer auf den Weg. Dies ist längst kein Vergleich mehr zu den Anfängen, als der Gang nach Wemding eher ein familieninterner Bittgang war. Die größte Fußwallfahrt zur Wemdinger Basilika Maria Brünnlein erfordert eine sorgfältige Planung und tatkräftige Helfer bei der Ausführung. Mehrere Lastwagen transportieren inzwischen Tische, Bänke, Proviant und Stände zur Essens- und Getränkeausgabe. Für die Sicherheit und die Versorgung von Verletzungen, in erster Linie Blasen, sind Feuerwehr und Rotes Kreuz im Einsatz. So sind Planung und Ausführung auf viele Schultern verteilt. Für Harmonie von Gebet und Gesang sorgt eine mobile Lautsprechanlage. Deren Funktion wollen die Organisatoren bis zum nächsten Jahr aufrüsten und verbessern. Die Finanzierung ist aber nur durch Mithilfe der Pilger zu stemmen. Es wäre deshalb ganz im Sinne von Wallfahrt und Organisatoren, wenn die Pilger dies bei der Rast in Lommersheim, wenn die Spendensammler durch die Reihen gehen, im Hinterkopf hätten.

Die diesjährige Oberhausener Wemding-Wallfahrt steht unter dem Bibelwort von Jesus Christus: „Wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, bin ich mitten unter ihnen.“ Daran knüpft sich auch der Wunsch der Organisatoren, dass alle Pilger aus dem vergangenen Jahr wiederkommen und einen zusätzlichen Wallfahrer mitbringen. Aus dem Wallfahrtsbuch lasse sich nachvollziehen, dass seit Beginn der Pilgerschaft Wallfahrer aus 160 Orten dabei waren und teilweise sehr lange Anfahrtswege auf sich nahmen.

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Beginnen wird die Wallfahrt in finsterer Nacht wie immer um 1.45 Uhr mit einer Morgenandacht in der Oberhausener Kirche Sankt Clemens durch Pfarrer Serge Senzedi. Um 2.30 Uhr setzt sich der Zug an der Bertoldsheimer Staustufe mit Kreuzen, Fahnen, Wallfahrerkerze, Gebeten und Gesängen in Bewegung. An den Juraausläufern geht es bergauf, um eine Stunde später Neuhausen zu erreichen. Durch Gansheim pilgern die Oberhausener um 4.15 Uhr. Eine Stunde später wartet am Sportheim in Daiting das Frühstück. Passt das Wetter, dann ist für die Wallfahrer der Sonnenaufgang in dieser Zeit ein beeindruckendes Schauspiel. Um 6 Uhr allerdings geht es weiter nach Hochfeld (6.35 Uhr), um gegen 7.25 Uhr Itzing zu erreichen. Planmäßig um 8.15 Uhr stehen die Wallfahrer vor dem Feldkreuz bei Fünfstetten, um eine Viertelstunde lang ihre Fürbitten zu beten. Der Pilgerzug durchläuft im 8.50 Uhr Fünfstetten und erreicht um 9.30 Uhr den Wald vor Lommersheim zur zweiten Rast. Hier gibt es auch die kurz vor Beginn der Wallfahrt frisch gebackenen und belegten Spitzel. Um 10.05 Uhr brechen die Gläubigen wieder auf, erreichen 20 Minuten später Lommersheim und kommen durch den Kreuzweg planmäßig um 11.10 Uhr an der Basilika Maria Brünnlein an.

Aus den angelaufenen Orten schließen sich immer neue Wallfahrer an, sodass sich auf der Zielgeraden ein imposantes Pilgerpanorama ergibt. Wallfahrtsrektor Norbert Traub, Oberhausens Pfarrer Serge Senzedi und die Oberhausener Ministranten empfangen die Wallfahrer, die gleich in die Basilika zur Pilgermesse gehen. Die zelebriert diesmal Pfarrer Serge Senzedi. Viele Gläubige zieht es hinter den Gnadenaltar zum „Brünnlein“, um ihre Augen zu befeuchten und in mitgebrachten Gefäßen Weihwasser mit nach Hause zu nehmen. Nach dem Mittagessen zelebriert Oberhausens Geistlicher noch eine Nachmittagsandacht, die auch das offizielle Ende der diesjährigen Wallfahrt bedeutet. Für den Rücktransport ist jeder Pilger selbst verantwortlich. Auskünfte und Anmeldungen übernehmen die Familien Burgard unter Telefonnummer 08431/44758 und Pettmesser unter 08431/5365060.

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