Newsticker

Auseinandersetzungen bei Protesten gegen die Corona-Politik in Rom
  1. Startseite
  2. Lokales (Neuburg)
  3. Nichts bleibt, wie es ist

Kunst

23.03.2015

Nichts bleibt, wie es ist

Mit dem Thema „Veränderungen“ beschäftigt sich Eduard Zenzinger besonders gerne. Farbenfrohe, bewegte Bilder sind das Ergebnis.
Bild: Geyer

Eduard Zenzinger aus Gansheim stellt ab Montag seine Bilder in der Raiffeisen-Volksbank in Rennertshofen aus

Der Maler Eduard Zenzinger aus Gansheim präsentiert seine Bilder ab dem kommenden Montag, 23. März, in der Raiffeisen-Volksbank Rennertshofen. Zenzinger ist in Rennertshofen kein Unbekannter: Er ist dort geboren und aufgewachsen und hatte im Markt schon mehrere Ausstellungen. Die Malerei begleitet ihn schon lange, zuerst auf Ausstellungsbesuchen, dann aber immer mehr in eigenem Schaffen. Kam ihm eine Idee für ein Bild, wurde diese in sein Notizbuch skizziert. Vor Jahren war nun die Zeit reif, diese Ideen auf die Leinwand zu bannen. Seitdem ist er der Malerei regelrecht „verfallen“.

Als Autodidakt liebt er vor allem die Vielseitigkeit an Formen, Farben und Materialen. Er arbeitet in mehreren Farbschichten, mal mit Acryl, mal mit Kohle, Kreide und Sand, mal mit Pinsel und Spachtel, mal auf Leinwand, mal auf Holz. Die in der Schalterhalle der Bank ausgestellten Werke sind alle neueren Datums und während der vergangenen Wintermonate entstanden. „Mit Farben hole ich mir den Sommer zurück“, lacht der Maler und erklärt, warum keines der zum Teil recht farbenfrohen Werke einen Titel hat: „Damit würde ich die Phantasie des Betrachters einengen. Ich freue mich aber, wenn wir gleicher Meinung über die Aussage eines Bildes sind.“

Die ständige Veränderung, das Werden und Vergehen fasziniert den Künstler besonders. Diese Intention entdeckt man fast bei jedem der ausgestellten Werke. „Nichts wird, wie es war und nichts bleibt, wie es sein wird“, sagt Zenzinger und zeigt auf Beispiele dafür in seinen Werken: Dass alles einer Veränderung unterliegt, sieht man an den Ammoniten, die sich reliefartig aus einer zerklüfteten Jurakalkplatte herausheben, aber auch an rostigen Türangeln oder an farbenreichen Wirbeln, die geradewegs versuchen, aus der Leinwand auszubrechen. Als Sinnbild der Veränderung sieht der Künstler auch die Kugel. „Sie ist nicht zu bändigen, wenn sie erst mal frei ist. Der Mensch will aber alles in seine Bahnen lenken, obwohl er eigentlich kaum etwas in der Hand hat“, erklärt er und zeigt auf das Bild, wo sich Malerei und Plastik vereinen und eine Kugel hinter Gitterdraht eingesperrt ist, um sie so kontrollieren zu können.

Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.
Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.

„Meine beste, weil strenge Kritikerin ist meine Frau Anita“, sagt Zenzinger, „sie äußert aber nur aufbauende Kritik bei ihrer Endabnahme und bringt mich durch neue Ideen auch immer weiter.“ Begeistert von den technisch ausgereiften Werken ist auch Geschäftsstellenleiter Matthias Maillinger, der Zenzinger schon seit der gemeinsamen Schulzeit kennt. „Wir bieten einheimischen Künstlern gerne diese Plattform und sind froh, dass Eduard Zenzinger unsere Schalterhalle mit seinen bunten Farbtupfern bereichert. Andere einheimische Künstler sind ebenfalls willkommen.“

Die Ausstellung läuft noch bis zum 17. April zu den üblichen Banköffnungszeiten.

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren