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Karlshuld

19.11.2019

Noch ein Kandidat für das Karlshulder Rathaus

„So bin ich.“ Wolfgang Tarnick will sich als legerer, offener Typ präsentieren – so, wie ihn die Leute in Karlshuld kennen und schätzen. Der Malermeister kandidiert für das Amt des Bürgermeisters.
Bild: Claudia Stegmann

Auch Wolfgang Tarnick von der DUK bewirbt sich um das Amt des Bürgermeisters in Karlshuld. Er tritt damit gegen Michael Lederer an. 

Um die Nachfolge von Karlshulds Bürgermeister Karl Seitle hat sich jetzt auch ein zweiter Kandidat beworben: Wolfgang Tarnick, ehemaliges SPD-Mitglied und seit Anfang dieses Jahres Vorsitzender der neu gegründeten Wählergemeinschaft DUK (Die unabhängigen Karlshulder), stellt sich ebenfalls zur Wahl. Damit haben die Karlshulder nächstes Jahr zwei Bürgermeisterkandidaten: Michael Lederer von den Freien Wählern und Wolfgang Tarnick. CSU und SPD werden keine Kandidaten aufstellen.

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Dass Tarnick das Bürgermeisteramt anstrebt, ist kein Geheimnis. Im Dezember war der Malermeister nach internen Querelen aus der SPD ausgetreten und hat kurz daraufhin mit rund 20 Mitstreitern eine eigene Wählergruppierung, die DUK, gegründet. Seitdem sitzt Tarnick als Parteiloser im Gemeinderat. Das Ziel war allerdings damals schon gesteckt: als Bürgermeisterkandidat bei der Kommunalwahl 2020 mitzumischen. Nichtsdestotrotz hat es relativ lange gedauert, ehe er mit seinem Vorhaben an die Öffentlichkeit ging. „Der Grund war meine Frau“, gibt der 56-Jährige offen zu. Er musste sie erst von seiner Kandidatur überzeugen, ehe sie ihren Segen dazu gab. Schließlich darf der Malerbetrieb, den Wolfgang Tarnick vor 33 Jahren als 23-Jähriger gegründet hat, bei solch einer Entscheidung nicht außer Acht gelassen werden. Im „Fall der Fälle“ wäre die Nachfolge allerdings gesichert: Einer seiner beiden Söhne arbeitet bereits in dem Betrieb und würde ihn auch weiterführen.

Wolfgang Tarnick ist seit sechs Jahren im Gemeinderat Karlshuld

Tarnick tritt gegen einen harten Konkurrenten an: Michael Lederer hat deutlich mehr kommunalpolitische Erfahrung als er: 18 Jahre ist Lederer schon im Gemeinderat, sechs Jahre davon als 2. Bürgermeister. Tarnick dagegen gehört dem Gremium erst seit 2014 an. „Was meine politische Vita anbelangt, so bin ich sicherlich im Nachteil“, sagt er. Sein Vorteil sei jedoch, dass er Neues nach Karlshuld bringen wolle. Als Beispiel nennt er ein Mehrgenerationenhaus, in dem Jung und Alt nebeneinander wohnen und sich gegenseitig helfen.

Noch ein Kandidat für das Karlshulder Rathaus

Darüber hinaus hat sich Tarnick bezahlbaren Wohnraum insbesondere für junge Familien, Alleinstehende und sozial Schwache auf die Fahnen geschrieben. „Bezahlbar“ wäre für ihn eine Miete von maximal 7,50 Euro pro Quadratmeter. Wie er das erreichen kann, darüber macht er sich derzeit zusammen mit seinem Wahlkampfteam genauso Gedanken wie über alle anderen Themen, die auf seiner Agenda stehen: Dazu gehört etwa eine maßvolle Bebauung, die Förderung erneuerbarer Energien oder die Digitalisierung der Schule. In vier unterschiedlichen Arbeitsgruppen werden die Themenfelder ausgearbeitet und festgezurrt, damit sie bis Mitte Januar stehen. Bestens informiert will Tarnick dann in den Wahlkampf starten.

Die DUK stellt Kandidaten für den Gemeinderat und Kreistag

Und der sieht vor, dass es in der Gemeinde mindestens vier Veranstaltungen geben wird – in Karlshuld, Grasheim, Kleinhohenried und Neuschwetzingen. Auch am Aschermittwoch will die DUK einen politischen Abend in der Pizzeria Da Franco veranstalten. Bei diesen Gelegenheiten werden sich nicht nur Tarnick, sondern auch die Bewerber für den Karlshulder Gemeinderat und den Kreistag vorstellen. Denn die DUK hat 15 Kandidaten (acht Frauen, sieben Männer) für den Gemeinderat zusammengestellt und sieben Kandidaten für den Kreistag, für den sie auf einer gemeinsamen Liste mit der DU Schrobenhausen kandidieren.

Der Gedanke, sich für das Amt des Bürgermeisters zu bewerben, wurde für Tarnick nicht erst mit der Gründung der DUK geboren. Schon davor hat ihn diese Vorstellung beschäftigt. Jetzt könnte daraus Realität werden – wenn zwei Hürden überwunden werden: Erstens die Nominierungsversammlung am 9. Dezember, die ihn und die Gemeinderatsbewerber offiziell zu Kandidaten kürt. Und zweitens die 120 Unterschriften, die er sammeln muss, damit die DUK zur Wahl zugelassen wird. Die Liste dafür wird ab Mitte Dezember für sechs Wochen im Rathaus Karlshuld ausliegen. Sorge, dass er die notwendige Unterstützung nicht erhält, hat Tarnick nicht: „Die krieg ich auf alle Fälle zusammen, da hab ich überhaupt keine Angst davor.“ Denn als Maler kennt er viele Leute im Ort, und viele kennen ihn. Immer wieder würde er Zuspruch für seine Kandidatur erhalten. Das bestärkt ihn in seinem Vorhaben. „Ich erhoffe mir schon was.“

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