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Neuburg-Schrobenhausen

26.11.2018

Noch mehr Spaß in der Kinderstadt Neusobpolis

Das Haus im Moos, so der Vorschlag aus Reihen des Jugendhilfeausschusses, könnte in den nächsten Sommerferien zur Kinderspielstadt werden.
Bild: Haus im Moos

Der Landkreis unterstützt die Neuauflage des Kooperationsprojektes in den Sommerferien. 300 Kinder sollen in den Sommerferien spielen und wachsen.

Sie haben fantasievolle Namen wie Danubius, Karamempel, Noiland oder ganz simpel Mini-München. Sogenannte Kinderspielstädte sind pädagogisch betreute Großspielprojekte zur Teilhabe von Kindern. Im Landkreis feierte diese Idee heuer Premiere: Vier Wochen lang wurden im August 220 Kinder in Neusobpolis auf dem Gelände des Jugendzentrums in Neuburg betreut. Das Ferienlager stieß auf so viel positive Resonanz, dass man im kommenden Jahr eine Neuauflage unterstützen wird. Das hat der Jugendhilfeausschuss des Kreistags beschlossen. Aber nicht nur das.

Neusobpolis: Die Kinder gestalten ihre Kommune selbst

Gemein ist den Kinderstädten ein Mehrwert durch Familienfreundlichkeit, Partizipation und Demokratiebildung. Die Projekte erfüllen damit den Auftrag der Jugendhilfe, nämlich Kinder und Familien zu unterstützen. Die Kinder gestalten ihre Kommune dabei selbst und gehen dort verschiedenen Berufen nach, etwa bei der Polizei, der Feuerwehr, bei der Zeitung oder in der Kantine. Für ihre Aufgaben werden sie entlohnt. Die Währung heißt Neusobs und kann in der Kinderstadt ausgegeben werden. Zu einer funktionierenden Selbstverwaltung gehört auch, dass die Kinder einen Bürgermeister und einen Stadtrat wählen und so die Spielregeln mitbestimmen.

„Es war ein echtes Erfolgsprojekt. Da wird gelebt wie im richtigen Leben. Es steckt viel Engagement drin“, erklärte Kreisjugendpflegerin Anne Heiß den Ausschussmitgliedern das Kooperationsprojekt von Stadtteilmanagement, Kreisjugendring (KJR), Jugendzentrum (JuZe) und Kommunaler Jugendarbeit. Der Landkreis hat mit dem Kreisjugendring einen Grundlagenvertrag abgeschlossen, mit dem die Durchführung eines Ferienprogramms auf den KJR übertragen ist.

Neusobpolis wirkt sich positiv auf Persönlichkeitsentwicklung aus

Die Effekte dieser Art aktiver Partizipation wirkten sich durchweg positiv aus auf die Persönlichkeitsbildung. Die Maßnahme sei aktive Demokratieförderung, so Heiß weiter. In vier Wochen wurden heuer 220 Kinder im Alter zwischen sieben und zwölf Jahren jeden Tag acht Stunden lang betreut. Das Angebot war komplett ausgebucht. 110 der teilnehmenden Kinder stammten aus der Stadt Neuburg, 98 aus dem Landkreis. Die Resonanz ist für die Organisatoren ein Ansatzpunkt, das Angebot aus der Stadt in den Landkreis zu verlegen. Neusobpolis 2019 soll zweimal zwei Wochen dauern und 150 Kindern Platz bieten. Der neue Standort soll in der Landkreismitte liegen. „Das Haus im Moos muss eine Rolle spielen“, schlug Reinhardt Reißner dazu vor.

Die Sinnhaftigkeit des Projekts stellte niemand im Ausschuss infrage, am Ende ging es lediglich ums Geld. Der KJR hatte die Maßnahme 2018 komplett aus eigenen Rücklagen finanziert. Für eine Neuauflage sind aber keine Mittel mehr vorhanden. 21850 Euro, das haben die Kooperationspartner berechnet, sind seitens des Landkreises für Aufwendungen an Material, Betreuer, Fahrtkosten, Lebensmittel und so weiter nötig. Insgesamt sind 38350 Euro veranschlagt, 16500 Euro sind durch Teilnehmerbeträge gedeckt. Pro Kind und Woche soll der mit 55 Euro stabil bleiben, auch wenn einige Mitglieder in ihren Redebeiträgen einen höheren Satz für zumutbar hielten. „Ein großes Kompliment, das ist Imagebildung für den Landkreis. Aus meiner Erfahrung kann ich sagen, die Schmerzgrenze der Eltern liegt bei 15 Euro am Tag“, warf BRK-Kreisgeschäftsführer Robert Augustin ein. Caritas-Geschäftsführer Hans-Peter Wilk fordert eine Befreiung für Kinder aus benachteiligten Familien. Die Verwaltung wird diese Anregung prüfen, der Beschluss fiel einstimmig aus.

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