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LE.NA-Umfrage

22.05.2015

Note eins für die Dorfgemeinschaft

Feste feiern, das können die Ehekirchener – wie hier beim Hochzeitsfest, wo beim Umzug rund 800 Mitwirkende mit dabei waren. Das wissen die Einheimischen zu schätzen. Deshalb wurde bei der Umfrage das soziale Dorfleben in der Gemeinde auch gut bewertet.

359 Ehekirchener haben vier Wochen lang das Gemeindeleben bewertet. Jetzt stehen die Ergebnisse fest. Es gab viel Lob, aber auch so manche Kritik

Vier Wochen lang hatten die Ehekirchener Gelegenheit, ihr Dorf und deren Infrastruktur bei einer groß angelegten Umfrage des Amts für Ländliche Entwicklung zu loben und zu kritisieren. Jetzt liegen die Ergebnisse vor, die sich die Ehekirchener ab heute auf der Homepage der Gemeinde Ehekirchen detailliert anschauen können.

359 Bürger haben sich durch die 141 Fragen gekämpft und ihre Einschätzung zur aktuellen Lage der Gemeinde im Internet oder in Papierform geäußert. Insgesamt wurden so 23246 Bewertungen abgegeben. Dazu kommen 1320 individuelle Kommentare.

Ergebnis der Umfrage ist beispielsweise, dass die Ehekirchener einen lebendigen Dorfplatz vermissen. Ein Drittel aller Befragten haben angegeben, dass es einen solchen Treffpunkt in der Gemeinde nicht gibt. Auch die Dorfbäche kommen nicht gerade gut weg. Dass diese „lebendig und erlebbar sind“, mussten 43 Prozent der Befragten verneinen. Schlechte Noten gab es auch für die Verkehrs-Infrastruktur: Über die Hälfte der Befragten findet, dass in Ehekirchen zu wenig Busse fahren und es auch sonst keine adäquaten Mitfahralternativen gibt. Kritik wurde auch am Freizeitwert der Gemeinde geübt: Dass Ehekirchen seinen Touristen etwas Besonderes bieten könnte, glaubten über 60 Prozent der Befragten nicht. Auch der Ausbau der Rad- und Wanderwegenetze erhielt mehrheitlich keine guten Bewertungen.

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Auch wenn es in Ehekirchen laut Umfrage keinen Punkt gibt, dem die Befragten mehrheitlich voll und ganz zustimmen konnten, so wurde doch auch viel Lob geäußert. Abgesehen von der Energieerzeugung, fühlen sich die Befragten insgesamt in ihrer Gemeinde gut mit Trinkwasser, Lebensmitteln und Internet versorgt. Auch das Dorfleben als solches mit seiner Traditionspflege, seiner Aufgeschlossenheit gegenüber anderen Kulturen, seinem Zusammenhalt und dem Engagement der Vereine und Organisationen wird überwiegend positiv bewertet. Während das soziale Angebot für Kinder von der Hälfte der Befragten als gut bewertet wird, fallen die Urteile über Angebote für Jugendliche, Familien und Alleinerziehende sowie Senioren allerdings ab. Sie werden nur noch als mittelmäßig bis tendenziell schlecht beurteilt.

Das Zahlen- und Datenmaterial muss nun im Detail bewertet und diskutiert werden. Das soll am 17. Juni passieren. Die Gemeinde hat dazu alle Mitglieder der Arbeitskreise sowie Landschaftsplaner Walter Herb als Koordinator der Dorfentwicklung ins Gemeinschaftshaus eingeladen. Bei dieser internen Besprechung sollen die Ergebnisse vorgestellt, interpretiert und diskutiert werden, um dann das weitere Vorgehen zu besprechen. Auf ein bewährtes Konzept können die Gemeinde und das Amt für Ländliche Entwicklung nicht zurückgreifen, da die Umfrage in dieser Form noch nirgends gemacht wurde.

www.ehekirchen.de

Hier können die Umfrageergebnisse (ohne Kommentare) eingesehen werden.

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