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Neuburg

20.01.2020

OB-Kandidat der Freien Wähler forciert Donaubrücke

Die Freien Wähler fassen ihr Wahlprogramm in Bausteinen zusammen.
Bild: Florian Herold

Plus Der 40-jährige Wahl-Neuburger Florian Herold tritt für die Freien Wähler als OB-Kandidat an. Welche Ziele er und seine Parteimitglieder verfolgen.

Insgesamt 20 Bausteine umfasst das Wahlprogramm der Freien Wähler (FW). 20 Visionen, die Oberbürgermeisterkandidat Florian Herold und seine Partei, in der er sich seit mehr als zehn Jahren engagiert, für Neuburg haben. Dabei geht es um Wirtschaft, Verkehr und das gesellschaftliche Zusammenleben.

Kommunalwahl: Florian Herold kandidiert für die Freien Wähler für das OB-Amt in Neuburg.
Video: Fabian Kluge

Florian Herolds Antrieb, in der Politik eine Führungsrolle zu übernehmen, speist sich aus persönlichen Erfahrungen, die er in Neuburg gemacht hat. Als der gebürtige Niedersachse vor ungefähr 15 Jahren nach Neuburg kam, sei es schwierig gewesen, ein bezahlbares Grundstück zum Bauen zu finden, erzählt Herold. Erst kürzlich habe er die Erfahrung gemacht, dass es nicht leicht sei, in Neuburg einen Kita-Platz zu finden. Außerdem fehle ein ganzheitliches Verkehrskonzept, das Autofahrer und Fahrradfahrer gleichermaßen berücksichtigt. Für diese Probleme will der Kandidat der Freien Wähler eine Lösung finden. Diese Lösungen sind Teil der 20 Bausteine, die der 40-Jährige gemeinsam mit Parteikollegen entwickelt hat.

Kommunalwahl in Neuburg: Florian Herold will Verkehrsproblem lösen

Um das Verkehrsproblem zu lösen, wollen die Freien Wähler, dass die zweite Donaubrücke im Osten möglichst schnell Realität wird. Ginge es nach Herold, würden die „Bagger schon rollen“. Mit einer Autobrücke ist es Herolds Ansicht nach aber nicht getan. Er fordert eine zweite Brücke für Fußgänger und Fahrradfahrer. Diese soll vom Donaukai über den Inselspitz bis zur Schlösslwiese verlaufen. So sollen die Menschen, die an der Schlösslwiese parken, direkt ins Stadtzenrtum laufen können. Zum Verkehrskonzept der Freien Wähler gehört außerdem eine engere Taktung des Öffentlichen Personennahverkehrs und eine Anbindung aller Ortsteile. Auch die Parkplatzsituation will Herold wesentlich verbessern mit dem Baustein „1000+500“. Das bedeutet: 1000 Parkplätze am Stadtrand und 500 in der Innenstadt. Dies will Herold durch den Bau zweier zentrumsnaher Parkhäuser erreichen, an der Schlösslwiese und am Bahnhof, und durch Parkplätze auf der grünen Wiese.

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Ein Thema, das Florian Herold besonders am Herzen liegt, ist die Neuburg Card. Dabei handelt es sich um eine Service-Karte, die bestimmte Leistungen für ihre Inhaber günstiger machen soll. Den Anbietern der Leistungen – lokale Einzelhändler, Gastronomen oder Dienstleister – bietet sie die Möglichkeit, die Bürger zu informieren oder ihnen Sonderangebote und Gutscheine zur Verfügung zu stellen. Herold: „Die Neuburg Card steht für ein Lebensgefühl. Sie vernetzt Bürger mit ihrer Kommune und umgekehrt.“ Im Laufe der Jahre sollen immer mehr Leistungen in die Karte eingebunden werden.

Kommunalwahl in Neuburg: Florian Herold ist ein Visionär

Mit dem Zusammenleben in Neuburg beschäftigen sich noch weitere Bausteine des Wahlprogramms, zum Beispiel „Stadt schafft Sicherheit“: Herold und die Freien Wähler vertreten eine Nulltoleranzstrategie und fordern, dass Ordnungswidrigkeiten unterhalb der Straftatenschwelle, wie aggressives Betteln oder übermäßiger Alkoholkonsum in der Öffentlichkeit, bereits im Anfangsstadium unterbunden werden. Herold wünscht sich, dass die Bürger wieder besser aufeinander achten und die Möglichkeit haben, gesetzeswidriges Verhalten unkompliziert zu melden, etwa per App. Ein anderer sozialer Baustein nennt sich „Verein(t)“: Herold will Neuburger Vereinstage ins Leben rufen, im Rahmen derer sich Ehrenamtliche präsentieren, Mitglieder werben und Förderer finden können. Senioren und Kinder hat Herold ebenfalls im Blick. Er will sich für altersgerechtes Wohnen und ausreichend Kita-Plätze in kleinen Gruppen einsetzen. Durch eine als Genossenschaft organisierte Bürgergemeinschaft möchten die Freien Wähler Sozialbauten finanzieren.

Florian Herold kandidiert für die Freien Wähler als Oberbürgermeister der Stadt Neuburg.
Bild: Dorothee Pfaffel

Vorausschauendes und nachhaltiges Flächenmanagement soll nicht nur mehr Wohnraum, sondern auch mehr Gewerbeflächen für den Handel und die Industrie schaffen. Herold will dafür proaktiv mit Grundstückseigentümern zusammenarbeiten. Durch einen Breitbandausbau auf 100 Mbit/s im ganzen Stadtgebiet möchten die Freien Wähler die Abwanderung moderner Gewerbebetriebe verhindern. Florian Herold ist ein Visionär, dennoch möchte er kein „Schulden-OB“ werden: „Ich will nachhaltige Unternehmen in die Stadt holen, die Steuern zahlen. Die Einnahmensituation muss deutlich verbessert werden, damit wir mehr Geld ausgeben können, um Stadtentwicklungsprojekte zu realisieren, die dem Bürger zugutekommen.“

Termin: Ihr gesamtes Wahlprogramm stellen die Freien Wähler am Sonntag, 26. Januar, um 19 Uhr im Bootshaus in Neuburg vor. Das Wahlprogramm finden Sie außerdem im Internet unter www.fwherold.de.

Das sind die anderen OB-Kandidaten der Kommunalwahl in Neuburg im Porträt:

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