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12.03.2009

Obdachlosenheim soll überflüssig werden

Neuburg (mari) - Geht es nach Wolfgang Krell, sollen die Tage des Obdachlosenheims an der Donauwörther Straße gezählt sein. Nicht heute und nicht morgen, aber das ist das Ziel, das der SKM-Katholischer Verein für soziale Dienste Neuburg mit dem Projekt "Begleitetes Wohnen" verfolgt. Der Finanzausschuss stellte sich einstimmig hinter die Mitfinanzierung. 30 000 Euro sind für heuer dafür vorgesehen. Der Stadtrat muss den Beschluss noch absegnen.

Wolfgang Krell, Diözesanreferent beim SKM Augsburg, stellte die Idee des Projektes vor. Seit vier Jahren hat der SKM bereits zwei Übernachtungswohnungen in Neuburg angemietet, in die inzwischen 15 Personen aus dem Obdachlosenheim eingezogen sind. Zehn davon haben mittlerweile eine eigene Wohnung bezogen, sind sozialisiert. Auch die aktuell noch 38 Menschen, die im Obdachlosenheim leben, sollen im Zuge des Projektes in über das Stadtgebiet angemietete Wohnungen einziehen. Natürlich müssten diese dann weiterhin von Ehrenamtlichen und einer zusätzlichen Sozialpädagogin (dafür der Zuschuss) unterstützt werden - der Makel der Adresse "Donauwörther Straße" wäre allerdings beseitigt. Gerade wenn es um Bewerbungsschreiben gehe oder darum, eine eigene Wohnung anzumieten, sei dies von großer Bedeutung, meinte Krell. Karin Bayerl, die 2. Vorsitzende des SKM, der in Neuburg seit 20 Jahren in der Hilfe für wohnungslose und straffällige Menschen aktiv ist, betonte, dass die Zahl der Obdachlosen von 2003 bis heute von 69 auf 38 zurückging. Der 2005 eingeschlagene Weg mit angemieteten Wohnungen sei äußerst erfolgreich verlaufen. "Es ist nur sinnvoll, damit weiterzumachen und diesen Weg noch auszubauen."

OB Dr. Bernhard Gmehling gefiel das Projekt. Nicht nur wegen des sozialen Aspekts, sondern auch wegen der finanziellen Seite. Geld für Miete (ein Teil des Gebäudes gehört der Regierung), Hausmeisterkosten und vieles mehr könnte sich die Kommune dann sparen. Erst gestern beschloss der Bauausschuss, die Dacheindeckung des städtischen Teils der Obdachlosenunterkunft zu erneuern und die Backsteinfassade, so weit nötig, zu reparieren. Dafür steht ein Budget von 430 000 Euro zur Verfügung.

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