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Neuburg

06.10.2017

Oberbürgermeister schreibt gegen Funkmasten an

Zwei Funkmasten will die Telekom in Ried und Bittenbrunn errichten. Stadtrat und Oberbürgermeister sind entschieden dagegen.
Bild: Olaf Winkler (Symbolbild)

Die Pläne der Telekom erzürnen Stadtrat und OB Bernhard Gmehling. In einem Brief spricht er Klartext.

Rechtlich hat die Stadt wenig Möglichkeiten gegen zwei geplante Funkmasten der Deutschen Telekom in Ried und Bittenbrunn vorzugehen. Doch wie Oberbürgermeister Bernhard Gmehling bereits in der Sitzung des Bauausschusses am 13. September angekündigt hat, will er alle politischen Möglichkeiten ausschöpfen, um den Bau der 30 und 15 Meter hohen elektromagnetischen Antennen zu verhindern. Dafür findet OB Gmehling deutliche Worte.

In einem Schreiben, dass er bereits am 19. September an das Telekommunikationsunternehmen geschickt hat, beharrt der Oberbürgermeister darauf, das Votum der Stadträte zu respektieren: „Gleichwohl hat der Umweltausschuss mich einstimmig beauftragt, gegen die (...) Standorte massiv Protest einzulegen und eventuell sogar eine Petition an den Bayerischen Landtag zu richten.“ In jener Sitzung hat Stadtjurist Ralf Rick erklärt, dass der Stadtrat kaum Möglichkeiten hat, den Bau der Masten zu verhindern, wenn die Bundesnetzagentur und die Untere Naturschutzbehörde des Landkreises zugestimmt haben. Das ist bereits geschehen.

OB Gmehling erklärt in seinem Brief, dass die Versorgung der Bevölkerung mit einem flächendeckend Funknetz gewährleistet sein müsse. Aber die beiden Standorte an der Schilchermühle in Ried und der Jurakante in Bittenbrunn seien dafür ungeeignet: „Es kann nicht sein, dass zum einen unmittelbar neben einem Wohnhaus mit vielen Parteien ein Mast errichtet wird, wenn nur wenige Meter nördlich ein ebenfalls geeigneter Standort auf einem Parkplatz des Landkreises Neuburg-Schrobenhausen zur Verfügung steht“, zürnt er gegen die Pläne der Telekom.

Noch kritischer sieht OB Gmehling die Pläne des Unternehmens in Bittenbrunn: „Wir befinden uns hier im Naturpark Altmühltal an einer landschaftsprägenden Hangkante! Unmittelbar neben diesem Standort befindet sich eine vielbesuchte Magerrasenwiese mit Orchideenbewuchs, die von ehrenamtlichen Naturschützern immer wieder aufwändig gepflegt wird.“ Er fordert die Telekom auf, mit ihm andere Standorte zu vereinbaren.

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