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Neuburg

03.12.2020

Paketbote braucht Feuerwehr - und parkt selbst die Einfahrt zu

Ein Paketbote hat in Neuburg die Feuerwehreinfahrt zugeparkt. Dann hat der Mann selbst die Feuerwehr gebraucht.
Bild: Feuerwehr Neuburg

Die Feuerwehr Neuburg wird zu einem Einsatz gerufen und kommt wegen eines geparkten Lieferwagens nicht durch. Es kommt heraus: Der Parksünder selbst braucht die Hilfe der Feuerwehr.

Die Neuburger Feuerwehr ist am Mittwoch gegen 16 Uhr zu einem Einsatz Am Schwalbanger gerufen worden. Die Meldung: Eine Person war in einem Aufzug eingesperrt. Doch vor Ort kamen die Einsatzkräfte mit ihrem Fahrzeug nicht zum Hauseingang durch. Der Lieferwagen eines Paketdienstes parkte direkt vor der Feuerwehreinfahrt, sogar in zweiter Reihe auf der Straße, und verhinderte so ein Durchkommen.

Paketbote blockiert Einfahrt für Neuburger Feuerwehr

Die Retter mussten sich einen anderen Weg suchen. Über den Gehsteig und eine Wiese gelang es ihnen schließlich, in die Einfahrt zu kommen. Schnell gelang es ihnen, die Person aus dem Aufzug zu befreien. Der Mann war etwa 15 Minuten dort eingesperrt, berichtet Markus Rieß, Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Neuburg. Als sie den Mann zu seiner Freiheit verhalfen, erkannten die Feuerwehrler, mit wem sie es zu tun hatten: Der Paketbote, der mit seinem Lieferwagen die Feuerwehreinfahrt blockiert hatte. "Ein Schelm, der jetzt böses denken würde...", heißt es süffisant von der Feuerwehr.

Neuburg: Immer wieder ist Feuerwehreinfahrt blockiert

So kurios der Fall ist, so ernst ist der Hintergrund. "Wir erleben es leider immer wieder, dass Fahrzeuge die Feuerwehrzufahrt blockieren", sagt Rieß. Die häufige Ausrede, dass man "ja nur drei oder vier Minuten" dort steht, lässt der Kommandant nicht gelten. "Das sind drei oder vier Minuten, die für eine Person, die Hilfe braucht, zu lang sein kann." Er betont, dass nicht nur die Feuerwehr, sondern auch der Rettungsdienst auf diese Zufahrt angewiesen ist.

In der Regel gebe die Feuerwehr die Parksünder an das Ordnungsamt weiter. In diesem Fall verzichte man darauf, sagt Rieß. "Für den Paketboten war das Strafe und Lehre genug."

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