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27.10.2009

Parkplatzdiskussion vor Baubeginn

Karlskron (tala) - Dass etliche Zuhörer zur jüngsten Sitzung des Gemeinderats Karlskron kamen, lag sicherlich an dem Tagesordnungspunkt Freiflächengestaltung des Bürgerhauses Pobenhausen. Doch bevor Landschaftsarchitekt Thomas Mutter die Planung vorstellen konnte, erkundigte sich Christine Froschmeir, warum immer noch keine Nutzungsvereinbarung für das Bürgerhaus vorliege. Seit zwei Jahren würde nun schon geplant, aber die späteren Verantwortlichkeiten seien immer noch nicht festgelegt.

Bürgermeister Friedrich Kothmayr begründete dies damit, dass man erst noch auf eine Vereinbarung mit der Kirche warte. Die Freiflächenplanung sei dagegen vom Bauamt des Landratsamtes gefordert. Froschmeir insistierte aber nochmals, bevor die Gemeinde mit dem Bau beginne, müsse die Nutzungsvereinbarung vorliegen. Hier lenkte Hans Pichler ein, dass für diese Vereinbarung aber erst die Planung für das Gebäude stehen müsse. Diese sei erst kürzlich verabschiedet worden.

Im Folgenden stellte Mutter nun die Planung vor. Dabei wies er auf verschiedene Schwierigkeiten hin: So hat das Gelände ein starkes Gefälle von 6,2 Metern, es müssen - abhängig von der späteren Größe des Festsaals - 21 Parkplätze geschaffen werden und auch die Entwässerung müsse vernünftig durchdacht werden. Dazu werde zurzeit die Bodenbeschaffenheit untersucht.

Zur Erschließung ist eine asphaltierte Zufahrt von der Ostseite geplant, parallel dazu sind erste Parkplätze vorgesehen. Die Zufahrt zu weiteren 14 Parkplätzen unterhalb des Bürgerhauses wird dabei ein Gefälle von elf Prozent haben. Das Wasser soll an den Grundstücksgrenzen in Mulden abgefangen und in eine Sickergrube am nördlichen Grundstücksrand geleitet werden. Der bestehende Baumbestand soll, wo möglich, erhalten bleiben, das Grundstück wird zu den Nachbarn hin eingegrünt. Die Parkplätze sollen mit Rasenfugensteinen befestigt und der Eingangsbereich mit Natursteinpflaster aus geschnittenem Granit belegt werden.

Parkplatzdiskussion vor Baubeginn

Insgesamt veranschlagte Mutter einen Nettobetrag von 230 000 Euro für die Außenanlagen, dazu kommt noch die Eigenleistung der Vereine, die rund 52 000 Euro umfasst. Bei diesem Kostenrahmen meldeten einige Gemeinderäte Bedenken an. Thomas Krammer wunderte sich über die Höhe, war man doch anfangs von rund 155 000 Euro ausgegangen. Hierzu meinte Mutter, dass bei einer ersten Grobplanung die Menge der tatsächlich geforderten Parkplätze und auch die schwierige Hanglage nicht in vollem Maß berücksichtigt werden konnten.

Karl Bährle schlug vor, die Planung erst in den Fraktionen und auch mit den Vereinen zu beraten. Man müsse wissen, ob die Außengestaltung auch in deren Sinne sei. Hier gab Kämmerer Lothar Schmitt zu bedenken, dass der Antrag auf Förderung beim Amt für ländliche Entwicklung bis Ende der Woche gestellt werden müsse. Somit regte Kothmayr an, doch die Planung und den Kostenrahmen vom Prinzipiellen her zu verabschieden, um die Frist wahren zu können. Die Fraktionen sollten dann die Planung für weitere Diskussionen zur Verfügung gestellt bekommen.

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