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Sehensand

16.01.2019

Paul Pettmesser hat die Gemeinde nachhaltig geprägt

Eine Urkunde und das Ulrichskreuz in Gold erhielt Paul Pettmesser von Pfarrer Herbert Kohler.
Bild: Josef Alt

Paul Pettmesser engagierte sich 46 Jahre in der Kirchenverwaltung der Pfarrgemeinde Sehensand. Nun erhielt er das Ulrichskreuz in Gold.

Am Sonntag, 13. Januar, erlebte die Pfarrgemeinde St. Stephanus in Sehensand eine bewegende Feier. Nach 46 Jahren in der Kirchenverwaltung, davon 24 Jahre als Kirchenpfleger, nahm Paul Pettmesser aus Altersgründen seinen Abschied aus diesem Gremium. Die Pfarrei dankte ihm für sein jahrzehntelanges unermüdliches Wirken. Pfarrer Herbert Kohler überreichte ihm im Auftrag des Bistums Augsburg eine Ehrenurkunde und das Ulrichskreuz in Gold, eine der höchsten Auszeichnungen der Diözese.

Paul Pettmesser trat 1972 in die Kirchenverwaltung ein und erkannte mit seinen Mitstreitern sehr schnell, dass die alte Kirche den Anforderungen des wachsenden Dorfes nicht mehr gerecht werden kann. Es entstanden die ersten Überlegungen für einen Kirchenneubau. Dafür mussten einige Gräber verlegt und der Friedhof neu gestaltet werden. Und es waren Grundstückszukäufe notwendig, die sich über einen längeren Zeitraum hinzogen. Auch mit der bischöflichen Finanzkammer waren viele Vorverhandlungen zu führen. Pettmesser war in dieser Zeit der Motor aller Maßnahmen, der unbeirrbar das gesteckte Ziel verfolgte.

Im Juli 1985 hatte Paul Pettmesser sein Ziel erreicht

Tatsächlich konnte im Jahr 1983 der Grundstein für den Neubau der Kirche gelegt werden. Am 14. Juli 1985 weihte Bischof Dr. Josef Stimpfle das neue Gebäude feierlich ein. Der Turm der alten Dorfkirche wurde auch zum Turm der neuen und bekam ein neues Läutwerk. Damit zählt die Kirche St. Stephanus in Sehensand zu den wenigen Kirchenneubauten in den 80er Jahren – „Gott sei Dank nach dem Betonzeitalter“, wie Pfarrer Kohler bei der Predigt feststellte. „Hätte der Bau schon in den 70er Jahren begonnen, dann wäre ihre Kirche sicher nicht so schön und warm geworden.“

Ab 1988 bekleidete Pettmesser für 24 Jahre das Amt des Kirchenpflegers, das vor ihm in engster Zusammenarbeit Paul Riesinger wahrgenommen hatte. In seine Amtszeit fällt der Anbau des Pfarrstüberls an die Sakristei sowie der Einbau einer neuen, stimmungsvollen Orgel. Dadurch verfügt die kleine Filialgemeinde Sehensand über eine moderne und schöne Kirchen- und Friedhofsanlage, die für viele ein Treffpunkt im Dorf geworden ist.

Herbert Kohler: „Höchste Anerkennung“ für Paul Pettmesser

„Unsere Gemeinde St. Stephanus, aber auch unsere Pfarreiengemeinschaft und die Diözese können Ihnen nur unseren großen Dank und unsere höchste Anerkennung für das aussprechen, was Sie hier über Jahrzehnte geleistet haben“, sagte Pfarrer Kohler. „Als getaufte Christen sind wir alle aufgerufen, unsere Kirche als lebendige Steine mit aufzubauen. Sie haben das ganz wörtlich getan und Sehensand eine neue Kirche ermöglicht. Im Auftrag unseres Bischofs überreiche ich Ihnen diese Ehrenurkunde und das Ulrichskreuz in Gold.“

Musikalisch wurde der Festgottesdienst von Emilie Vollnhals an der Orgel, dem Buchdorfer Zweigesang und zwei Enkeln von Paul Pettmesser mitgestaltet. Im Anschluss fand eine Feier im Schützenheim Sehensand statt, bei der Kirchenpfleger Josef Alt mit vielen Bildern auf das Wirken seines Vorgängers zurückschaute. (nr)

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