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Tierrechte in Karlshuld

12.05.2020

Peta fordert Schließung des Karlshulder Kleintiermarkts

Tiermärkte wie hier auf unserem Foto müssen geschlossen werden, fordert Peta.
Bild: Peter Roth (Symbolfoto)

Plus Die Organisation behauptet, der Vogel- und Kleintiermarkt in Karlshuld bergen Risiken für weitere Pandemien. Was hält Bürgermeister Michael Lederer von dem Schreiben?

Ein Schmelztiegel für Erreger, Viren und Keime? Der Vogel- und Kleintiermarkt in Karlshuld berge Risiken für weitere Pandemien. Das jedenfalls behauptet die Tierrechtsorganisation Peta und fordert die dauerhafte Schließung der regelmäßig stattfindenden Tierbörse.

Tiermärkte wie in Karlshuld sind ein Risiko für die Gesundheit, sagt Peta

Tiermärkte, auf denen gestresste Tiere auf engem Raum verkauft werden, bieten optimale Bedingungen für die Verbreitung von Keimen, heißt es in der Mitteilung der Tierrechtsorganisation, die nach eigenen Angaben die größte ganz Deutschland ist. Zumal Tiere, die krank und stressbedingt geschwächt seine, als Überträger von Viren zu einem großen Risiko mit nicht absehbaren Konsequenzen werden könnten.

„Die Corona-Krise könnte nur ein erster Vorgeschmack auf das sein, was durch die Ausbeutung von Tieren immer öfter passieren könnte“, schreibt Peta weiter. Zwar gelte im Falle von Corona ein Lebendtiermarkt in Wuhan als Ausgangspunkt der Pandemie, aber auch in Deutschland, Österreich und der Schweiz seien diese Märkte ein Gesundheitsrisiko. „Deshalb müssen sie verboten werden – auch in Karlshuld."

Peta fordert Schließung des Karlshulder Kleintiermarkts

Die Tierrechtsorganisation Peta forder ein Verbot des Markts in Karlshuld

Mit diesen Zeilen hat sich die Tierrechtsorganisation direkt an den Bürgermeister der Gemeinde gewandt. Die Aktivisten appellieren an Michael Lederer, den Vogelmarkt und den Kleintiermarkt in Karlshuld zum Schutz von Mensch und Tier dauerhaft zu schließen. Der Gemeindechef aber sagt dezidiert: „Ich sehe hier keinen Handlungsbedarf.“ Er selbst sei des Öfteren auf dem Markt gewesen, habe dort allerdings weder kranke noch verletzte Tiere wahrnehmen können. Darüber hinaus, erklärt er, kenne er die Menschen, die den Markt veranstalten. Würde es solche tief greifenden Probleme, wie sie Peta in ihrem Schreiben moniert, tatsächlich geben, würden sich die verantwortlichen Personen darum auch kümmern.

Überhaupt, sagt Michael Lederer, beziehe sich der Text von Peta nicht direkt auf Karlshuld. Stattdessen handle es sich um eine Art Rundschreiben. „Hier wird pauschal behauptet und kritisiert, ein pauschales Verbot aller Tiermärkte in Deutschland gefordert.“

Die Parallelen, die zu Wuhan – dem ehemaligen chinesischen Epizentrum der Corona-Pandemie – gezogen werden, seien ebenso fragwürdig. „Ich kann es nicht ganz beurteilen“, sagt Michael Lederer. „Aber ich denke, dass wir, was die Hygiene und auch was die Größe betrifft, sehr weit von Wuhan entfernt sind.“

Die TierrechtsorganisationPeople for the Ethical Treatment of Animals“, kurz Peta, wurde 1980 gegründet. Sie setzt sich nach eignen Angaben durch Aufdecken von Tierquälerei, Aufklärung der Öffentlichkeit und Veränderung der Lebensweise dafür ein, jedem Tier zu einem besseren Leben zu verhelfen.

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