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Oberhausen

27.11.2019

Pfarrer Walter Hroß: 65 Jahre im Dienst der Gemeinde

Der 91-jährige Ruhestandspfarrer Walter Hroß (Mitte) feierte zusammen mit Pfarrer Serge Senzedi am Sonntag einen feierlichen Patroziniumsgottesdienst in der Kirche St. Clemens in Oberhausen. Dort bedankte sich die Gemeinde ausführlich bei Hroß für dessen Verdienste. 
Foto: wr

Wie beliebt der Ruhestandspfarrer der Gemeinde Oberhausen ist, zeigt sich bei dessen Feier zum 65-jährigen Priesterdienst.

„Wir sind froh, dass Sie da sind.“ Diese Feststellung von Oberhausens Bürgermeister Fridolin Gößl und minutenlanger Applaus in der Kirche sind Belege für die Beliebtheit von Ruhestandspfarrer Walter Hroß. Mit einem Festgottesdienst zum Patrozinium St. Clemens zeigte die Pfarreiengemeinschaft Sinning/Oberhausen dem 91-jährigen Priester, dass sie ihn noch gerne einige Zeit behalten möchte.

Walter Hroß ist nicht nur seit 23 Jahren Aushilfspfarrer in Oberhausen, Unterhausen, Sinning, Dezenacker und Längloh, er erreichte heuer sein 65-jähriges Priesterjubiläum. Mit dieser langen Dienstzeit „im Weinberg des Herrn“ ist er derzeit im Dekanat Neuburg-Schrobenhausen unerreicht. „Und die 70 schaffst du auch noch“, prophezeite ihm Dekan Werner Dippel mit Hinweis auf Pfarrer Matthias Forster, zu dessen 70. Priesterjahr der damalige Augsburger Bischof Walter Mixa nach Straß gekommen war.

Dank Hroß wird jeden Sonn- und Feiertag eine Messe gefeiert

Oberhausen jedenfalls feierte seinen Ruhestandspfarrer am Sonntag ausgiebig in der Kirche St. Clemens und im Pfarrhaus. Zusammen mit Pfarrer Serge Senzedi zelebrierte Hroß den Patroziniumsgottesdienst. In seiner Predigt, kurz und präzise wie immer, erinnerte er an den Bischof von Rom und Märtyrer Clemens I. Er gehört zur Schar der Heiligen und Nothelfer, die man stets um Beistand anrufen könne. Pfarrer Hroß sagte beispielsweise: „Die Heiligen sind wie ein Licht vom Himmel.“

Oberhausens Kirchenpfleger Roland Burgard bedankte sich im Namen der gesamten Pfarrei für „die Treue und tiefe Verbundenheit zur Gemeinde“. Ungeachtet seines hohen Alters trage Pfarrer Hroß dazu bei, dass an jedem Sonn- und Feiertag eine Heilige Messe gefeiert werden könne. In der Pfarreiengemeinschaft sei er mit Offenheit und breitem Wissen („wie ein lebendiger Google“) ein gern gesehener Gast.

Walter Hroß wurde als „Fliegerpfarrer“ bekannt

Auch Bürgermeister Fridolin Gößl weiß, dass ohne den „unermüdlichen Einsatz des Ruhestandspfarrers“ das Angebot in der Gemeinde schrumpfen würde: „Wir wären im menschlichen und spirituellen Sinne ärmer.“ Dass der 91-jährige Geistliche auf der Höhe des Tagesgeschehens ist, beweise nicht zuletzt seine Zuneigung zum Fußballclub FC Bayern München, über dessen Auftritte meist intensiv diskutiert wird.

1954 erhielt Hroß am Jakobustag von dem Augsburger Bischof Josef Freundorfer in der Universitätskirche St. Ludwig in München die Priesterweihe. Studienfreunde im Seminar waren unter anderen Ostend-Pfarrer Eugen Häusler und Josef Ratzinger, später Papst Benedikt XVI.

Bekannt war Walter Hroß als Pilot mit 6000 Flugstunden in 60 Jahren und einer Bayerischen Meisterschaft nach einem 720 Kilometer langen Segelflug. Diese Zahlen sind Vergangenheit. Heute wünscht sich der „Fliegerpfarrer“ vor allem Gesundheit für den selbstbestimmten Lebensabend. (nr)

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