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21.01.2019

Pferde legen Autobahn lahm

Sie gerieten nach einem Unfall in Panik

Ein 32-Jähriger aus dem Landkreis Elbe-Elster in Brandenburg war mit seinem Van am Samstag gegen 1.45 Uhr auf der A9 Richtung Nürnberg unterwegs. An Bord hatte er acht Hunde und eine Katze. Nach ersten Erkenntnissen handelte es sich um Tiere aus dem Ausland, die er im Auftrag einer Tierschutzorganisation Richtung Frankfurt transportieren wollte, heißt es im Polizeibericht. Auf Höhe der Anschlussstelle Lenting wollte er eine 39-Jährige aus dem Landkreis Weilheim-Schongau überholen. Diese war mit ihrem Auto und einem Anhänger mit drei hochwertigen Pferden unterwegs. Im Auto saß noch ein Hund. Beim Überholen geriet der Van ins Schleudern und prallte gegen den Anhänger. Die Frau prallte in die Mittelleitplanke, der Anhänger kippte in der Böschung um. Die drei verletzten Pferde liefen verschreckt und panisch auf die Autobahn. Ein Pferd wurde durch einen Ersthelfer festgehalten, die anderen konnten mit Mühe und Not durch insgesamt vier Streifenwägen eingefangen und gebändigt werden. Die Fahrbahn war für 1,5 Stunden komplett gesperrt. Die Weilheimerin kam mit leichten Verletzungen in eine Klinik. Der Unfallverursacher blieb unverletzt. Ein verständigter Tierarzt leistete Hilfe vor Ort. Zwei Pferde kamen mit schweren Verletzungen in eine Münchener Tierklinik, eines in einen nahegelegenen Reitstall. Um den Hund kümmerte sich eine Rettungssanitäterin. Die acht Hunde und die Katze im Van wurden von einem Bekannten des Brandenburgers abgeholt, sie blieben unverletzt und konnten ihre Fahrt fortsetzen. Die Fahrzeuge mussten abgeschleppt werden, der Sachschaden beläuft sich auf rund 50.000 Euro, schätzt die Polizei. Die Behandlungskosten für die Pferde können nicht beziffert werden. Die Berufsfeuerwehr Ingolstadt und die Autobahnmeisterei Ingolstadt waren zur Absicherung vor Ort. (nr)

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