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17.04.2015

Piano und Great Guitars

Jazzpianist Cyrus Chestnut spielt am Freitag im Birdland.
Bild: Birdland

Ein Wochenende der Legenden: Cyrus Chestnut und Gitarren im Quartett spielen im Birdland

Für Liebhaber von Piano-Musik bietet sich der Freitag mit Trio von Cyrus Chestnut im Neuburger Jazzkeller an. Zwei Legenden der Great Guitars werden am Samstag in Quartettformation ihre Aufwartung machen.

Er gehört zu jener Spezies von Jazzpianisten, die der Zeitgeist allmählich zu verschlucken droht. Keiner dieser grell-bunten Tastenfexe, die sich mit populistisch-provokanten Adaptionen von Radiohead, Björk oder Black Sabbath über Wasser halten wollen. Cyrus Chestnut gehört zu jenen verspielten Klangmalern, die in Erbfolge eines Oscar Peterson, Wynton Kelly, Tommy Flanagan oder Hank Jones stehen. Künstler, die sich ihr Handwerk noch über gospelgetränkte Blockakkorde, repetitive Bluestriller, wieselflink dahinswingende Läufe und anmutig getupfte Balladenkonstruktionen erschlossen. Chestnut, 52, bleibt seit gut zwei Jahrzehnten auf deren Kurs und gilt gerade deshalb als einer der Bewahrer einer großen Piano-Tradition. Sein Wirken erhebt das aus Baltimore in Maryland stammende Klaviergenie zu einem der begehrtesten Sidemen der New Yorker Szene. Ein Trioabend mit Begleitern wie Mads Vinding und Johnatan Blake, der perfekt in den Keller unter der Hofapotheke und zum altehrwürdigen Bösendorfer-Flügel passt.

Barney Kessel, Charlie Byrd, Herb Ellis, Tal Farlow, Bucky Pizarelli, Howard Alden, John Pisano, Mundell Lowe: Ein Sammelsurium von Legenden, die seit 1993 unter dem Gütesiegel „The Great Guitars“ ihre Visitenkarte im „Birdland“ abgeben. Der Zahn der Zeit bedingte, dass die Besetzungen der Allstarformation bei den Gastspielen wechselten. Kessel, Byrd, Ellis und Farlow konzertieren längst vor himmlischem Publikum. Von der alten Garde ist 2015 lediglich der 92-jährige Lowe dabei. Seine melodischen Soli mit den kleinen, disharmonischen Rändern und überraschend Wendungen stehen im krassen Gegensatz zu Mike Magnelli, dessen matt schimmernde Solominiaturen wie ein sprudelnder Quell voll melodischer Leichtigkeit anmuten. Seit 2008 gehen sie mit einer deutschen Rhythmsection auf Tournee, davon schon vier Mal im Hofapothekenkeller. Schlagzeuger Scotty Gottwald und Thomas Stabenow (der meist gebuchte Bassist in der Clubgeschichte) liefern den Untergrund für einen federleichten Abend. Kein Altherrenjazz, sondern zeitlose Extraklasse.

Karten gibt es telefonisch unter 08431/41233, per Fax 08431/46387, übers Internet: reservierung@birdland.de oder ab 19.30 Uhr an der Abendkasse.

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